Lindhorst und Tesvolt bauen Batteriespeicher in Wittenberg
Visualisierung: Tesvolt AGWie die Lindhorst Gruppe und Tesvolt heute mitteilten, entsteht der Batteriespeicher in der Lutherstadt Wittenberg in Sachsen-Anhalt. Die Baugenehmigung und der Netzanschluss liegen den Unternehmen zufolge bereits vor. Eine Fertigstellung ist bis Juni 2027 vorgesehen. Eigentümerin der Anlage wird die OptiPower Energiemanagement, ein Unternehmen der Lindhorst Gruppe. Tesvolt übernimmt die Errichtung des Batteriespeichers, den Betriebsservice und den Energiehandel.
Batteriespeicher Wittenberg für den Stromhandel
Die Lindhorst Gruppe erweitert mit dem Projekt ihre bisherigen Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien. Über ihre Tochtergesellschaft Visiolar ist die Unternehmensgruppe bereits an Speichern beteiligt, die mit Freiflächen-Photovoltaikanlagen verbunden sind. Das bereits genehmigte und baureife Projekt in Wittenberg wurde nach Angaben der Unternehmensgruppe von einem Dritten übernommen.
Darüber hinaus prüft Lindhorst Batteriespeicher auf eigenen Flächen und an eigenen Standorten. Diese Anlagen sollen ebenfalls dem Stromhandel und der Optimierung der Energieversorgung dienen. Damit erweitert die Gruppe ihr Geschäftsmodell von der Entwicklung und dem Betrieb erneuerbarer Erzeugungsanlagen auf weitere Energieanlagen.
Projekte wie dieses reihen sich in einen branchenweiten Trend ein: Angesichts wachsender Phasen mit niedrigen oder negativen Strompreisen und zunehmendem Redispatch-Bedarf investieren derzeit vermehrt auch Betreiber und Investoren aus dem Bereich erneuerbarer Energien in eigenständige, netzgekoppelte Großbatteriespeicher – unabhängig von einer direkten Kopplung an eine Erzeugungsanlage.
Tesvolt übernimmt Betrieb und Vermarktung
Batteriespeicher können Strom in Zeiten eines hohen Angebots aufnehmen und bei steigender Nachfrage wieder abgeben. Zudem können sie Systemdienstleistungen wie Frequenzstabilisierung und weitere netzstützende Funktionen bereitstellen. Welche Märkte und konkreten Anwendungen für den Batteriespeicher in Wittenberg vorgesehen sind, führen Lindhorst und Tesvolt jedoch nicht aus.
Mit 21 MWh Speicherkapazität und 6,4 MW Leistung erreicht die Anlage rechnerisch eine Speicherdauer von knapp 3,3 Stunden bei voller Leistung. Für eine wirtschaftliche Bewertung fehlen allerdings Angaben zu Investitionskosten, eingesetzter Technik und Erlösmodell.
Quelle: Lindhorst Gruppe / Tesvolt AG | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH