Octopus FreeRide: Wallbox-Bundle mit smarter Ladesteuerung
Foto: Octopus EnergyOctopus Energy startet sein Wallbox-Bundle FreeRide deutschlandweit ab 2.599 Euro. Das Unternehmen liefert und installiert einen go-e PRO Charger mit 11 kW, richtet die Wallbox ein, übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber und kombiniert das Paket mit einem Festpreis-Stromtarif sowie automatisierter Ladesteuerung. Der Vertrag läuft 24 Monate und lässt sich laut Octopus anschließend zu vergleichbaren Konditionen verlängern. Zentrales Verkaufsargument ist eine monatliche Rechnungsgutschrift für bis zu 90 kWh smart geladenen Strom. Diese bewirbt Octopus als „500 Freikilometer pro Monat”. Bei der Umrechnung auf 500 Kilometer legt das Unternehmen einen angenommenen Verbrauch von 18 kWh je 100 Kilometer zugrunde. Für darüber hinausgehende Kilowattstunden gilt der reguläre Octopus-Arbeitspreis.
Regionaler Arbeitspreis und automatische Ladesteuerung
Die tatsächlichen Tarifkonditionen und die Höhe des Netzentgeltrabatts hängen laut Octopus vom jeweiligen Netzgebiet ab. Kunden sehen ihre individuellen Konditionen nach Eingabe der Postleitzahl. Die in der Unternehmenskommunikation genannten 32 Cent je Kilowattstunde sowie ein Grundpreis von 12 Euro sind ausdrücklich als Beispielwerte gekennzeichnet, nicht als bundesweit einheitlicher Tarif. Für Haushalt und E-Auto gilt dabei ein gemeinsamer Arbeitspreis, zu dem auch Mehrmengen oberhalb der 90-kWh-Grenze abgerechnet werden.
Octopus zufolge richtet sich die automatische Ladeplanung nach Abfahrtszeit und Ziel-Ladestand der Kundschaft, Akkustand und aus der Ladehistorie ermittelter Ladegeschwindigkeit. Dazu kommen Börsenstrompreise und Grünstromverfügbarkeit.
Woher die monatliche Gutschrift stammt
Die Erstattung setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: einem gesetzlichen Netzentgeltrabatt nach § 14a EnWG Modul 1 für steuerbare Wallboxen sowie einem eigenen Octopus-Bonus für smart geladenen Strom. Für den ersten Baustein nennt das Unternehmen unterschiedliche Beispielwerte – in einer Rechnung rund 10 Euro monatlich, an anderer Stelle rund 12 Euro. Dies deutet auf die vom Netzgebiet abhängige tatsächliche Höhe hin. Die Bundesnetzagentur beziffert die Pauschalentlastung für Modul 1 je nach Netzgebiet auf etwa 110 bis 190 Euro pro Jahr.
Verbrenner-Garantie mit pauschaler Vergleichslogik
Nach dem ersten Vertragsjahr vergleicht Octopus ausschließlich die smart geladenen Kilowattstunden mit den Kraftstoffkosten eines vergleichbaren Verbrenners. Das Unternehmen rechnet die geladene Energiemenge mit einem Standardwert von 18 kWh je 100 Kilometer in eine Fahrleistung um. Für die Verbrennerseite gelten der ADAC-Durchschnittsverbrauch und der ADAC-Jahresdurchschnittspreis für Benzin. Im veröffentlichten Beispiel kalkuliert Octopus mit 2.700 smart geladenen kWh, die 15.000 Kilometern entsprechen. Dem gegenüber stehen rund 1.733 Euro Kraftstoffkosten bei 7 l/100 km und 1,65 Euro je Liter. Sofortladungen und öffentlich geladener Strom fließen nicht in den Vergleich ein. Eine Differenz zugunsten der Kundschaft erstattet Octopus automatisch über die Jahresabrechnung.
FreeRide zeigt, wie ein Energieversorger die gesetzliche Netzentgeltentlastung für steuerbare Wallboxen mit einem eigenen Bonus für automatisiert gesteuerte Ladevorgänge verknüpft.
Quelle: Octopus Energy Germany GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH