Wie Biogas als Speicher für kommunale Wärme wirken kann
Foto: Ralf Geithe / stock.adobe.comSechs Kommunen werden künftig testen, wie Biogas sinnvoll als Speicher in der kommunalen Wärmeplanung zum Einsatz kommen kann. Dafür steht das Projekt „Landwirtschaft – Kommune – Flexibilität: Integration von Biogas-Speicherkraftwerken in die kommunale Wärmeplanung für eine effiziente Energieversorgung“ (LKFlex) bereit. Die Flexperten und die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) unterstützen diese und landwirtschaftliche Betriebe dabei, flexible Biogasanlagen in die kommunale Wärmeplanung zu integrieren.
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien stiegen die Schwankungen in der Stromerzeugung, so die AEE. Flexible Biogasanlagen könnten die Lücken bei der Energiebereitstellung aus Wind und Sonne aber füllen. Gleichzeitig leisteten sie damit einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung. Besonders im ländlichen Raum ließen sich so große Potenziale heben. Diese blieben bislang jedoch häufig ungenutzt. Die Abwärme, die bei der Stromerzeugung in einer Biogasanlage anfällt, verpuffe zu oft einfach in die Luft.
Viele scheuen Investitionen
Viele Anlagenbetreiber scheuten ferner die Investitionskosten und vermeintliche wirtschaftliche Risiken, die mit der Flexibilisierung und der Wärmeauskopplung verbunden sind. So brauche es einen größeren Gasspeicher, ein leistungsstärkeres Blockheizkraftwerk oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Hier setze das Projekt LKFlex an. Ziel sei es, Kommunen und Betreiber von Biogasanlagen zusammenzubringen, um die Wärme aus Biogasanlagen effizient zu nutzen. Weiteres Ziel: durch eine flexible Fahrweise den Weiterbetrieb der Anlagen nach Ablauf der EEG-Förderung sicherzustellen. Die Experten begleiten zudem die ausgewählten Kommunen und Biogasanlagen bei der Entwicklung von individuellen Konzepten zur Integration der Anlagen in die kommunale Wärmeplanung.
Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens seien die Kommunen Oelsnitz/Vogtland (Sachsen), Hermeskeil/Reinsfeld (Rheinland-Pfalz), Adelshofen (Bayern), Delmenhorst (Niedersachsen), Calau (Brandenburg) und Uedem (Nordrhein-Westfalen) ausgewählt worden.
Das Projekt laufe über drei Jahre und richte sich insbesondere an Vorhaben, bei denen professionelle Moderation, technische Validierung und strategische Prozessbegleitung entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung sind. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen würden öffentlich aufbereitet und zur Verfügung gestellt, damit auch andere Regionen von den Ergebnissen profitieren können.
Quelle: AEE | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH