Thermondo erwartet für 2026 erstmals operativ einen Gewinn

Wärmepumpe vor einem Haus.Foto: Thermondo
Eine von Thermondo installierte Wärmepumpe.
Wärmepumpen-Spezialist Thermondo steht vor dem Sprung in die Gewinnzone. Das Unternehmen plant außerdem neue Angebote für Photovoltaik und Batteriespeicher.

Das erneuerbare Energien-Unternehmen Thermondo rechnet für das laufenden Jahr erstmals seit der Gründung damit, operativ die Gewinnzone zu erreichen. Wie das Berliner Unternehmen mitteilte, erwartet es bei erheblichen Wachstumsinvestitionen ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 12 Millionen (Mio.) Euro. Im Vorjahr stand noch ein Verlust von 24 Mio. Euro zu Buche.

Treibende Kraft hinter diesem Erfolg sei der strategische Umbau unter CEO Felix Plog. Seit seinem Antritt als Geschäftsführer im Frühjahr 2024 habe er den Großteil des Führungsteams neu besetzt und den Konzern konsequent auf operative Exzellenz und skalierbare Effizienz ausgerichtet. Thermondo habe sich in dieser Zeit vom Wärmepumpen-Installateur zu einem Unternehmen für die Elektrifizierung im Eigenheim gewandelt. Das Hardware-Portfolio umfasse neben der Wärmepumpe samt smartem Energiemanagement (HEMS) auch Photovoltaik mit Batteriespeicher und Wallbox sowie dynamische Stromtarife.

„2026 wird das erste profitable Geschäftsjahr in der thermondo Geschichte”, so Plog. “Das haben wir über Kostendisziplin und einen klaren strategischen Fokus erreicht. Im Zentrum dieses Erfolgs steht unsere neue Tech-Plattform.“

Thermondo erwartet für 2026 zudem einen Rekordumsatz von mehr als 275 Millionen Euro – ein Plus von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2025: 212 Mio. Euro). Umsatztreiber bleibe die Wärmepumpe als Kernprodukt, die im laufenden Geschäftsjahr sowohl im Vertrieb als auch in der Installation Höchstwerte verzeichne. Zum Jahresende steuere das Unternehmen auf insgesamt 20.000 installierte Wärmepumpen zu.

Grund für das negative Ergebnis im letzten Jahr waren unter anderem Investitionen in die künftige Skalierung. Thermondo investierte 2025 intensiv in den Umbau der Tech-Infrastruktur für das laufende „Re-Platforming” sowie in die Erweiterung des Produktportfolios – darunter der dynamische Stromtarif und eine KI-gestützte Betriebsoptimierung für die Wärmepumpe. Durch Skaleneffekte und Effizienzgewinne werde sich das Verhältnis der Betriebsausgaben zum Umsatz im Jahr 2026 drastisch reduzieren.

Neue Angebote für Photovoltaik

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) und die reformierte BEG-Förderung gebe einen klaren Rahmen für die nächsten Jahre vor und böten Investitionssicherheit bis 2030. Thermondo rechne entsprechend mit einer kontinuierlich hohen Nachfrage und einer anhaltenden Umsatzsteigerung.

Auf dieser Basis will sich die Thermondo-Gruppe mit einer Wachstumsstrategie zu einer Plattform für die Heimelektrifizierung weiter entwickeln. Dafür stünden neue Angebote für Photovoltaik- und Batteriespeicher-Lösungen sowie Services zur Flexibilitätsvermarktung in den Startlöchern. Vorgesehen seien zudem eine integrierte Ratenfinanzierung für das Komplettpaket und der weitere Ausbau smarter Energiemanagement-Funktionen. In den kommenden Monaten werde thermondo außerdem die Zusammenarbeit mit externen Installationspartnern intensivieren und den neuen Geschäftsbereich für Kommunen stärken. Darüber hinaus werden bereits erste Energielösungen für Mehrfamilienhäuser umgesetzt.

2025 installierte der Konzern 5.456 Wärmepumpen, rund 39 Prozent mehr als im Vorjahr. Über die Tochtergesellschaft Febesol wurden zudem 1.602 Photovoltaik-Systeme montiert. Damit behauptet Thermondo einen Marktanteil von etwa drei Prozent bei der Wärmepumpen-Installation und kommt seit Gründung 2012 auf eine installierte Basis von über 60.000 Systemen.

Quelle: Thermondo | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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