Fenecon Batteriespeicher im Ladepark Oldenburg senkt Lastspitze
Foto: Fenecon GmbHIm Ladepark an der Bremer Heerstraße 295 kommt ein Batteriespeicher des Typs Fenecon Industrial S mit 184 kW Leistung und 164 kWh Kapazität zum Einsatz. Die sechs bestehenden DC-Ladepunkte bieten jeweils bis zu 400 kW Ladeleistung. Fenecon zufolge sank die Lastspitze in den ersten Betriebsmonaten um rund 180 kW. Der PV-Eigenverbrauchsanteil stieg auf rund 96 Prozent.
Fenecon Batteriespeicher bindet zwei PV-Anlagen ein
Über den Ladepunkten befindet sich ein Photovoltaik-Dach mit rund 53 kWp Leistung, das zugleich als Wetterschutz dient. Auf dem Nachbargebäude befindet sich eine weitere PV-Anlage mit 99 kWp. Der jährliche Stromverbrauch des Standorts hängt laut Fenecon vom Hochlauf der Ladefrequenz ab und wird mit 400 bis 800 MWh angegeben. Die Zahl beschreibt damit keinen bereits gemessenen Jahresverbrauch.
Das Energiemanagementsystem FEMS verbindet Speicher, Ladeinfrastruktur und Monitoring. Der Speicher soll Lastspitzen begrenzen, Ladeleistung unterstützen und Solarstrom zwischenspeichern. Laut Fenecon kann der Betreiber zudem Strom in günstigen Preisfenstern beziehen und speichern. Elektro Grave aus Edewecht installierte das Speichersystem. „Der Speicher puffert in den Mittagsstunden überschüssigen PV-Strom, kappt Lastspitzen und speichert in stromgünstigen Stunden zusätzlich Energie aus dem Netz zwischen”, sagt Thomas Hembach, Geschäftsführer AVIA Volt Weser Ems GmbH.
Sechs weitere Ladepunkte am Standort möglich
AVIA Volt kann den Ladepark nach Angaben von Fenecon bei steigender Nachfrage um sechs weitere DC-Ladepunkte mit jeweils bis zu 400 kW erweitern. Auch zusätzliche Messpunkte, Abrechnungsdaten und Funktionen des Energiemanagements sind vorgesehen.
Auf der IAA Transportation vom 15. bis 20. September 2026 in Hannover (Halle 13/C16) zeigt Fenecon neben dem in Oldenburg eingesetzten Industrial S weitere Speicher seiner Industrial-Serie. Für Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur nennt der Hersteller ein XL-Modell mit 1,5 MW Leistung und mehr als 4 MWh Kapazität. Oldenburg ist ein HPC-Ladepark; die Betriebswerte des Projekts belegen daher keinen Ausbau von MCS-Ladepunkten für schwere Nutzfahrzeuge. Sie zeigen, welche Lastspitzenreduktion der Speicherhersteller für einen konkreten öffentlichen Schnellladestandort mit Speicher und lokaler Photovoltaik meldet.
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