Zendure: KI-Agent steuert Heimenergiesystem autonom

Im Bild ein Schema eines Hauses mit PV-Speicher, E-Auto und PV-Anlage.Grafik: petovarga / stock.adobe.com
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Zendure hat ein agentisches KI-System entwickelt, das sämtliche Vorgänge im Zusammenhang mit Energieerzeugung und -verbrauch aufeinander abstimmt und steuert. Dafür bietet das Unternehmen auch einen eigenen dynamischen Stromtarif an.

Der Home-Energy-Anbieter Zendure geht mit einem KI-Agenten-System für intelligentes Energiemanagement an den Markt. Dieses agentische Heimenergiesystem (Hems) soll den gesamten Energiehaushalt vorausschauend koordinieren und Entscheidungen zunehmend autonom umsetzen.

Während sich das Energiemanagement im Haushalt früher auf vergleichsweise wenige Energieflüsse beschränkt habe, werde es mit PV-Anlagen, Batteriespeichern, dynamischen Stromtarifen und immer mehr vernetzten Verbrauchern wie Wärmepumpen und Elektroautos zunehmend komplex, teilte Zendure mit. Erzeugung, Speicherung und Verbrauch müssten dabei möglichst in Echtzeit aufeinander abgestimmt werden. Dabei gelte es, Kosten, Komfort, Batterielebensdauer und Sicherheit gleichzeitig im Blick zu behalten. Herkömmliche KI-basierte Zeitplanung beantworte vor allem die Frage, wann Energie geladen oder entladen werden soll. Für ein wirklich autonomes und langfristig optimiertes Energiemanagement reiche das nicht mehr aus.

Agentic Hems sei Zendures Antwort auf diese neuen Anforderungen. Es erfasse die aktuelle Situation im Haushalt, prognostiziere künftige Entwicklungen, berücksichtige die Bedürfnisse der Nutzenden, plane vorausschauend, treffe eigenständig Entscheidungen und lerne kontinuierlich aus den Ergebnissen.

KI-Agent trifft Entscheidungen

Dafür griffen verschiedene Komponenten ineinander. ZenPulse sei Zendures proprietäres Zeitreihenmodell und erstelle Prognosen zu PV-Erzeugung, Strompreisen, Energieverbrauch und Wetter. Der KI-Agent nutze diese Prognosen, um daraus konkrete Entscheidungen und Maßnahmen für das Energiemanagement abzuleiten. Zen+OS bilde als offene Plattform die technologische Grundlage und vernetzt die verschiedenen Entscheidungen und Anwendungen im gesamten Haushalt.

Mit Zen+OS setze Zendure auf offene Schnittstellen und ein offenes Ökosystem. Die Plattform lasse sich aktuell mit MQTT als Kommunikationsprotokoll sowie Integrationen mit Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant und Homey verbinden. Darüber hinaus binde Zen+OS mehr als 870 Energieanbieter in Europa mit insgesamt mehr als 150 Millionen Kunden ein, unterstütze mehr als 90 Prozent der gängigen Haushaltsanwendungen und sei mit mehr als 5.000 Wärmepumpenmodellen kompatibel. Darüber hinaus unterstütze sie gängige Dach-PV-Wechselrichter sowie Lösungen für das Laden von Elektrofahrzeugen. Ergänzend biete Zendure mit ZenWave einen eigenen dynamischen Stromtarif.

Im Alltag könne das zum Beispiel bedeuten, eine teure Lastspitze am Abend mit gespeicherter Solarenergie zu überbrücken und das Laden des Elektroautos in ein günstigeres Zeitfenster zu verschieben. Zeichnen sich mehrere bewölkte Tage ab, könne das System den Speicher vorsorglich laden. Auch Auffälligkeiten bei einer Wärmepumpe ließen sich frühzeitig erkennen – bevor daraus ein größeres Problem entsteht. All das geschehe ohne manuelles Eingreifen.

Quelle: Zendure | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

 

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