Soluxion/HEMS: Energiemanager leitet Solarstrom auf Verbraucher im Haus um
Grafik: leowolfert / stock.adobe.comDie Soluxion UG hat einen Energiemanager entwickelt, der die Wirkleistungsbegrenzung nach §9 EEG und die netzdienliche Steuerung nach §14a EnWG in einem Gerät zusammenführt. Wie das Unternehmen mitteilte, begrenzt der Soluxion HEMS (Heimenergie-Managementsystem) Plus die Einspeisung und lenkt den Überschuss auf andere Verbraucher um. Das können Wärmepumpen sein, Wallboxen, Speicher oder weitere Verbraucher über schaltbare Steckdosen.
“Wer die Einspeisung einer Photovoltaikanlage nach §9 EEG begrenzen muss, verliert ohne Steuerung Ertrag”, sagt Geschäftsführer Dennis Klipp. Was nicht ins Netz darf und im Haus keinen Abnehmer finde, würde sonst abgeregelt. Der Energiemanager verschiebe diesen Überschuss stattdessen in die Verbraucher im Haus. Dasselbe Gerät decke die netzdienliche Steuerung ab. Der Netzbetreiber könne den Energiemanager über die EEBUS-Schnittstelle erreichen.
„Im Bestand stehen wir regelmäßig vor Häusern, in denen Wärmepumpe, Wallbox und Photovoltaikanlage jeweils für sich arbeiten”, so Klipp. „§14a und §9 zwingen diese Geräte erstmals zu einer gemeinsamen Entscheidung, und genau die trifft unser Gerät lokal im Haus.” Softwareseitig arbeitet das HEMS Plus mit einer Open-Source-Lösung. Damit seien über 800 Geräte ab Werk ansprechbar: Wallboxen, Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpen und Zähler.
Die Steuerung laufe lokal im Haus und arbeitet auch dann weiter, wenn die Internetverbindung ausfalle. Neben dem eigenen Solarstrom könne das Gerät nach dem Börsenpreis eines dynamischen Tarifs schalten. Die Hardware sitze in einem Hutschienengehäuse, und der typische Verbrauch liege unter 10 Watt.
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