Gigawattfactory der Leag: Wind, Photovoltaik und Speicher ersetzen Braunkohle

Luftbild der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage Energiepark Bohrau in der Lausitz, Teil der Gigawattfactory der Leag.Foto: Leag / Andreas Friese
Im Jänschwalder Energierevier entstehen Wind-, Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekte unmittelbar nebeneinander.
In der Lausitz gehen der Windpark Forst-Briesnig 2 und der Solarpark Bohrau 1 in Betrieb. Zudem ist der Bau für einen 1-GW-Batteriespeicher in Jänschwalde gestartet. Die Kombination aus Erzeugung, Speicherung und steuerbarer Leistung soll die Versorgungssicherheit und Energiesouveränität in Deutschland stärken.

Mit der Inbetriebnahme des Windparks Forst-Briesnig 2 und des ersten Bauabschnitts der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage Energiepark Bohrau, sowie dem Baustart für die Gigabattery Jänschwalde wird die Gigawattfactory des Braunkohleverstromers Leag erstmals mit ihren zentralen Bausteinen sichtbar. Im Jänschwalder Energierevier entstehen Wind-, Solar- und Batteriespeicherprojekte unmittelbar nebeneinander. Damit wird aus einer strategischen Vision ein realer Baustein des Lausitzer Strukturwandels und die Transformation des Lausitzer Energiereviers Realität. „Die Bergbau-Geschichte der Lausitz bietet besondere Chancen für die Energiewende“, sagt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. „Hier kommt alles zusammen, was es für einen erfolgreichen Umbau braucht: Platz und Flächen für neue Anlagen, leistungsfähige Netzanbindungen und die passende Infrastruktur sowie das Know-how aus jahrzehntelanger Energiegewinnung.“

Auf Flächen des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde nahe der Stadt Forst hat die Leag Renewables GmbH 17 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 105 Megawatt errichtet. Der nur zwei Kilometer entfernte erste Bauabschnitt des Energieparks Bohrau umfasst rund 230.000 Photovoltaik-Module auf etwa 130 Hektar und soll jährlich rund 130 Gigawattstunden Strom erzeugen. Parallel beginnt fünf Kilometer nördlich am Kraftwerksstandort Jänschwalde der Bau der Gigabattery Jänschwalde 1000. Der Großspeicher ist mit einer Leistung von 1.000 Megawatt und einer Speicherkapazität von 4.000 Megawattstunden das aktuell größte Batteriespeicherprojekt (BESS) Deutschlands; die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.

Mit Gigawattfactory läutet Leag nächste Phase der Energiewende ein

Künftig soll die Anlage dazu beitragen, Strom aus Wind- und Solarenergie zeitlich flexibel verfügbar zu machen und damit das Energiesystem zu stabilisieren. „Die nächste Phase der Energiewende ist eine Systemaufgabe. Große Mengen wetterabhängiger Stromerzeugung müssen mit Speichern, Netzen, flexiblen Verbrauchern und steuerbaren Kraftwerken vernetzt werden“, sagt Leag-CEO Adi Roesch. „Mit der Gigawattfactory demonstrieren wir dieses System erstmals im Gigawattmaßstab.“

Mit der Gigawattfactory ist zugleich ein wirtschaftlicher Impuls für die Region verbunden. Über 1 Milliarde Euro hat Leag bisher in die verschiedenen Projekte investiert. So will man die Attraktivität der Lausitz für neue Industrieansiedlungen mit einem Bedarf an verlässlicher und erneuerbarer Energie stärken. Aus einer Region, die Deutschland jahrzehntelang mit Kohlestrom versorgt hat, wird eine Modellregion für die Energiewende. Die Menschen tragen den Wandel mit und profitieren direkt davon: Allein der Wind- und Solarpark bringen den berechtigten Standortkommunen rund 1,2 Millionen Euro Kommunalbeteiligung pro Jahr.

Für einen zweiten Bauabschnitt des Energieparks Bohrau hat die Leag Renewables einen Bauantrag für bis zu 120 Megawatt eingereicht. Weitere Windenergieprojekte sind unter anderem im Umfeld des Cottbuser Ostsees und in der Bergbaufolgelandschaft Jänschwalde vorgesehen.

Quelle: Leag | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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