Batteriespeicher Brunsbüttel: Vattenfall beauftragt Fluence
Foto: Vattenfall GmbHVattenfall hat Fluence Energy mit der Lieferung und schlüsselfertigen Realisierung des Batteriespeichers Brunsbüttel sowie langfristigen Serviceleistungen beauftragt. Die Unternehmen haben dafür einen Vertrag geschlossen. Geplant sind 254 Megawatt Leistung und mehr als 1.000 Megawattstunden Speicherkapazität. Die Anlage in Schleswig-Holstein soll Ende 2028 zusammen mit ihrem Anschluss an das 380-kV-Netz von der 50Hertz Transmission GmbH in Betrieb gehen.
Fluence übernimmt die Planung, Beschaffung, den Bau und die Inbetriebnahme. Der Auftrag umfasst damit sowohl die technische Umsetzung als auch den anschließenden Service. Nach Angaben der Unternehmen sollen die Serviceleistungen die Leistungsfähigkeit der Anlage über deren gesamte Lebensdauer sichern.
Batteriespeicher Brunsbüttel für rund vier Stunden ausgelegt
Die Anlage nutzt die Plattform Gridstack Pro 5000 von Fluence. Sie umfasst Batteriesysteme, Leistungselektronik und ein Energiemanagementsystem. Die geplante Kapazität entspricht bei der angegebenen Leistung rechnerisch etwa vier Stunden und passt damit zur genannten Speicherdauer.
Den Unternehmen zufolge soll der Speicher die Netzstabilität stärken und die Integration erneuerbarer Energien unterstützen. Vattenfall will mit der Anlage auf wechselnde Anforderungen der Strommärkte reagieren und sein Portfolio an Flexibilitätslösungen ausbauen.
Partnerschaft umfasst acht Batteriespeicherprojekte
Die Zusammenarbeit von Vattenfall und Fluence umfasst inzwischen acht Batteriespeicherprojekte in drei europäischen Ländern. Das erklärt Julian Jansen, VP & Managing Director Fluence Germany, in der gemeinsamen Mitteilung. Fluence hat ihm zufolge bereits mehr als 20 Batteriespeicherprojekte in Deutschland realisiert.
Als Treiber des deutschen Speichermarkts nennen die Unternehmen den Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie zunehmende Strompreisvolatilität. Hinzu kämen sinkende Technologiekosten und die Möglichkeit, Erlöse aus Energiehandel und Netzdienstleistungen zu kombinieren.
Anschluss an das 380-kV-Netz
Für die Inbetriebnahme sieht der Zeitplan neben der Fertigstellung des Speichers auch dessen Anschluss an das Übertragungsnetz vor. Beide Schritte sind für Ende 2028 geplant.
Vattenfall ordnet Brunsbüttel seiner Flexibilitätsstrategie zu. Nach Unternehmensangaben soll das Projekt die bestehende Batteriekapazität nahezu verdoppeln. Damit hat die Anlage innerhalb des Speicherportfolios des Energieunternehmens erhebliches Gewicht.
Quelle: Vattenfall GmbH / Fluence Energy | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH