Adolf Götzberger-Preis 2027: Bewerbungsphase gestartet

Ein Preisträger spricht anlässlich der Verleihung des Adolf Götzberger-Preises 2026.Foto: Matthias Merz
Adolf Götzberger-Preisträger 2026 Ulrich Leibfried.
Zum dritten Mal beginnt die Ausschreibung zum Adolf Götzberger-Preis. Er prämiert Innovationen im Bereich Solarenergie und Speicherung, die hohen praktischen Nutzen entfalten.

Der Adolf Goetzberger-Preis geht in eine neue Runde. Wie die Ausschreibenden mitteilten, hat die Bewerbungsphase für die Auszeichnung 2027 begonnen. Der Preis will Entwicklungen in den Fokus rücken, die technologische Exzellenz mit praktischem Nutzen und gesellschaftlicher Relevanz vereinen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige persönlich erbrachte Beiträge zu zukunftsweisenden Konzepten, Prototypen oder Prozessen. Das betreffe etwa die Photovoltaik, die thermische Nutzung der Sonnenenergie, die Energiespeicherung sowie die intelligente Netzintegration und Effizienzsteigerung. Auch systemisch verknüpfte Lösungen seien ausdrücklich erwünscht. Entscheidend sei, dass die Innovationen konkrete technische und wirtschaftliche Herausforderungen adressieren und einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Energiesystems leisten.

„Innovationen für die Energiewende entfalten ihre volle Kraft dort, wo Technologie, Praxis und internationaler Austausch aufeinandertreffen“, erklärt Thomas Nordmann, Vorsitzender des Kuratoriums der Adolf Goetzberger-Stiftung. „Mit dem Preis zeichnen wir Persönlichkeiten aus, die mit technischer Kreativität und systemischem Denken den Wandel des Energiesystems konkret vorantreiben.“

Preisverleihung auf The smarter E Europe 2027

Eine wesentliche Neuerung erwarte die Preisträgerinnen und Preisträger bei der kommenden Vergabe. Die Preisverleihung ziehe vom bisherigen Veranstaltungsort im Kloster Banz zu The smarter E Europe in München um. Die Auszeichnung finde am 8. Juni 2027 auf dem The smarter E Forum statt. „Der Wechsel nach München bietet den ausgezeichneten Personen eine internationale Bühne“, so Nordmann.

Eingereicht werden können Beiträge aus dem gesamten Spektrum der Solarenergienutzung. Neben klassischen Entwicklungen stehen vor allem sektorübergreifende Ansätze im Fokus. Dazu zählen die intelligente Kombination verschiedener Technologien, digitale Steuerungsverfahren, moderne Speicherlösungen (inklusive Power-to-X) sowie die Anbindung von Wärmepumpen.

Die interdisziplinäre Jury bewertet neben dem Innovationsgrad und der technischen Reife vor allem das Umsetzungspotenzial sowie den konkreten Nutzen für Umwelt, Versorgungssicherheit und Gesellschaft.

Der Adolf Goetzberger-Preis richte sich vorrangig an europäische Bewerberinnen und Bewerber, steht jedoch auch internationalen Einreichungen offen. Das Preisgeld von 25.000 Euro werde durch freiwillige Beiträge aus der Solarwirtschaft und von Weggefährten Adolf Goetzbergers finanziert. 

Im Jahr 2025 ging die Auszeichnung an Dr. Heribert Schmidt für die Entwicklung der HERIC®-Wechselrichter-Topologie. 2026 zeichnete die Stiftung Dr. Ulrich Leibfried für den SOLINK-PVT-Wärmepumpenkollektor aus. Beide Auszeichnungen zeugten von der hohen Relevanz praxistauglicher und systemischer Innovationen im Sinne des Pioniers Adolf Goetzberger.

Die Bewerbungsphase für den Adolf Goetzberger-Preis 2027 ist ab sofort eröffnet. Einreichungen erfolgen online unter: www.goetzbergerstiftung.de. Der Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2027.

Quelle: Adolf-Götzberger-Stiftung | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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