Sigenergy: Speicher schaffen für PV-Strom zweistellige Zusatzerlöse

PV-Anlage auf flachem Dach, davor ein Preiskurs, Symbol für dynamische StromtarifeFoto: BillionPhotos.com / stock.adobe.com
Wer seinen Solarstrom speichert und intelligent direktvermarkten lässt, kann laut Sigenergy und Luox mit bis zu 12 Cent je Kilowattstunde an Aufschlägen auf den solaren Marktwert rechnen. So könnten Betreiber künftig wirtschaftlich vom EEG unabhängig werden.

Der chinesische Batteriespeicherproduzent Sigenergy will PV-Anlagen mit intelligenten Speichern wirtschaftlich unabhängig von einer EEG-Vergütung machen. Wie das Unternehmen mitteilte, sei künstliche Intelligenz (KI) dafür wesentlich. So ließen sich Erlöse für Kundinnen und Kunden in einer Welt maximieren, in der es für neue Solaranlagen keine oder kaum noch Förderung geben wird.

Haushalte und Gewerbekunden, die in neue PV-Anlagen investieren, müssen damit rechnen, im Zuge der geplanten EEG-Reform künftig keine relevanten Einspeisevergütungen mehr nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erhalten.

„Auch ohne staatliche Förderung bleiben PV-Anlagen mit Speichern eine hochattraktive Investition“, sagt Sven Albersmeier-Braun, Vice President Sales für die DACH-Region bei Sigenergy. „Das gilt umso mehr, je intelligenter die Anlagen in den Strommarkt integriert sind, um Erlöse künftig über die Direktvermarktung zu maximieren.“ Sigenergy setze dafür auf seinen strategischen Ansatz „AI in All“.  Die KI steuere das dezentrale Energiesystem der Kunden so, dass es unter Einbeziehung von Echtzeitdaten die jeweils ökonomisch nachhaltigste Entscheidung trifft. So bestimmt sie automatisiert den richtigen Zeitpunkt zur Einspeisung.

Zusatzerlöse von 10 bis 12 Cent auf Marktwert

Für den Zugang zum Strommarkt kooperiere Sigenergy mit Luox Energy. Nach Berechnungen des Direktvermarkters könnten Haushalte und Gewerbetreibende erhebliche Zusatzerlöse erzielen. Das gelte, wenn sie einen ausreichend dimensionierten Batteriespeicher wählten und Überschüsse über eine marktorientierte Direktvermarktung verwerten. Dann könne die Einspeisung für ein Erlösplus zwischen 10 bis 12 Cent je Kilowattstunde gegenüber dem solaren Marktwert sorgen.

Das Schlüsselelement der Post-EEG-Welt seien Batteriespeicher, die möglichst viel Energie vorhalten, um jede Kilowattstunde des selbsterzeugten Stroms optimal zu verwerten. Das gelte gerade in Zeiten, in denen an der Strombörse negative Preise notierten.

Mispel erweitert die Möglichkeiten

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL) erweitere noch die Möglichkeiten. Haushalte und Gewerbekunden würden damit künftig zu aktiven Prosumern am Markt, die mit PV-Anlage und Speicher ohne jede staatliche Förderung Renditen erwirtschaften könnten. Hauptaspekt: Die Speicher erhalten die Möglichkeit, auch Strom aus dem Netz aufzunehmen und zu vermarkten. Darauf sei die Sigenergy-KI bereits vorbereitet.

„Hing früher die Auslegung von PV-Anlagen und Speichern richtigerweise am Eigenverbrauch, müssen Systeme künftig erheblich komplexer operieren können. Systeme mit großer Speicherkapazität sind dabei klar im Vorteil“, so Albersmeier-Braun.

Das intelligente System werde voraussehen müssen, wann Strom für den Eigenverbrauch benötigt wird und was Strom in dieser Zeit an der Börse kosten dürfte. Es sei also wichtig, Strom nicht vollständig am Markt abzusetzen, wenn er zu Spitzenzeiten wieder zurückgekauft werden muss. Umgekehrt sei es durchaus attraktiv, den Strom aus dem Speicher zu verkaufen, wenn ein späterer Bezug günstiger zu werden verspricht.

Quelle: Sigenergy | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen