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Exportschlager Energiewende: Siemens beteiligt sich an Kopernikus-Initiative des BMBF

Wie sich Überschussstrom in chemische Grundstoffe, gasförmige Energieträger oder Kraftstoffe speichern lässt, analysieren Wissenschaftler im Projekt „Power-to-X“.
Wie sich Überschussstrom in chemische Grundstoffe, gasförmige Energieträger oder Kraftstoffe speichern lässt, analysieren Wissenschaftler im Projekt „Power-to-X“.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) leistet einen wichtigen Beitrag, um die deutsche Energiewende zu einem „Exportschlager“ zu machen. Es investiert 400 Millionen Euro in die Kopernikus-Initiative, um technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems zu entwickeln. An drei der vier Projekte ist Siemens aktiv beteiligt.

„Wir werden zeigen, dass eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung machbar ist, ohne auf Wohlstand und Arbeitsplätze zu verzichten“, sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Bis 2025 bringen wir neue Energiekonzepte auf den Weg, die im großtechnischen Maßstab angewendet werden können.“

Das BMBF hat vier Themenfelder für die Beschleunigung der Energiewende identifiziert: Neben der Entwicklung von Stromnetzen sowie Speicherlösungen stehen neue Industrieprozesse und ein optimiertes Zusammenspiel aller Sektoren im Fokus.

 

Neue Netzstrukturen und Speichertechnologien

Im Themenfeld 1 „Neue Netzstrukturen“ wird untersucht, wie Stromnetze an eine unregelmäßige Stromeinspeisung angepasst und welche Technologien wirtschaftlich eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Kosten für den Netzausbau durch eine intelligente Kombination von dezentral und zentral erzeugtem Strom verringern lassen. Aktuelle Schätzungen taxieren die Kosten bis 2025 auf bis zu 34 Milliarden Euro. Siemens steuert hier Knowhow zur Systemführung sowie zu Fragen der Stabilität, Steuerung und Schutz von Netzen bei.

Im Themenfeld 2 "Power-to-X" geht es um Speichermöglichkeiten für grünen Strom. Ziel ist es, mehr als 90 Prozent des künftigen Stroms aus Erneuerbaren, der nicht sofort im Stromnetz gebraucht wird, zu speichern, in Form von chemischen Grundstoffen, gasförmigen Energieträgern und Kraftstoffen. Hierzu arbeiten die Wissenschaftler an den großtechnischen Voraussetzungen. Siemens bringt dabei seine Expertise im Bereich der Elektrolyse zu Synthesegas ein.

 

Industrieprozesse und Systemintegration

Im dritten Themenfeld „Industrieprozesse“ erhielt das Projekt „SynErgie“ den Zuschlag. Es soll demonstrieren, wie sich energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Energieversorgung anpassen lassen. Auf diese Weise könnten die Energieversorgungskosten der Industrie bis 2020 schätzungsweise um mehr als 10 Milliarden Euro reduziert werden. Siemens trägt mit der Evaluierung von Automatisierungsmethoden zu diesem Themenfeld bei.

Das vierte Projekt beschäftigt sich mit der Systemintegration und betrachtet die Energiewende als gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess.

 

Technologien sollen bis zur großskaligen Anwendung entwickelt werden

Gemeinsames Ziel aller Projekte ist es, Technologien zu identifizieren, um die Energiewende umzusetzen und diese bis zur großskaligen Anwendung zu entwickeln. „Damit könnte die Kopernikus-Initiative einen entscheidenden Beitrag leisten, um die Herausforderung Energiewende weiter voranzutreiben und zu einem Vorzeigemodell für andere Länder zu machen“, so Siemens.

 

04.04.2017 | Quelle: Siemens | solarserver.de © Heindl Server GmbH

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