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Weltweit erste energieaktive ETFE-Fassade mit gedruckter OPV installiert

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Klassische Photovoltaik und Membranbauweise vertragen sich nicht gut. In Darmstadt wurde nun die Symbiose geschaffen – mit Hilfe organischer Photovoltaik. Foto: Opvius

Opvius und Taiyo Europe haben das weltweit erste energieaktive Fassadenprojekt in Membranarchitektur an einem Gebäude der Merck KGaA in Darmstadt verwirklicht.

Obvius plante die Umsetzung von Beginn an mit einer auf ETFE-basierenden Membranfassade. Es sollte aufgezeigt werden, dass die gedruckte Organische Photovoltaik einen elementaren Beitrag zur Energiegewinnung und somit zur Energieeffizienz von Gebäuden beiträgt, speziell in Kombination mit der Membranarchitektur.

Membrane gewinnen an Bedeutung
Bedingt durch das niedrige Gewicht und die damit verbundene Ressourceneinsparung gewinnen Membrane, als Dach- und Fassadenwerkstoff im Bauwesen zunehmend an Bedeutung. Dem entgegen steht jedoch die stetig lauter werdende Forderung Gebäudeflächen – insbesondere Dächer – photovoltaisch zu nutzen. Die Integration von klassischer PV und Membrane funktioniert jedoch nur sehr eingeschränkt, sodass die Herausforderung zumeist nur durch den Verzicht auf leichte Bauweise und die gleichzeitige Nutzung klassischer Module gelöst werden kann. Die Nachhaltigkeit solcher Lösungen ist jedoch schwierig zu beurteilen, da die Vorteile der PV mit – im Vergleich zu Membranarchitektur – hohen Materialeinsatz in die Konstruktion des Gebäudes bezahlt werden.

ETFE beliebtes Baumaterial
Um diese Beschränkung aufzuheben und eine entsprechende Lösung anbieten zu können, schlossen sich Opvius und Taiyo Europe für die Umsetzung zusammen. Der ETFE-Spezialist Taiyo Europe baut seit Jahrzehnten hochwertige Membranarchitektur und ETFE Strukturen und setzt dabei immer wieder neue ästhetische Maßstäbe. Das transparente, UV und witterungsbeständige Polymer, ETFE (Ethylentetra-fluoroethylen) ist im internationalen Membranbaubereich eines der meist beachteten und geschätzten Produkte. Es ist äußerst alterungsstabil und sehr langlebig und dadurch speziell bei Großbauprojekten, wie z.B. Stadien oder Flughäfen, im Bereich Überdachung und Fassade sehr beliebt. Repräsentative Beispiele sind die Chambourcy Mall, das Amt für Abfallwirtschaft in München und die US Botschaft London.

Vollintegriertes OPV-Modul
Mit der in Darmstadt präsentierten Lösung kann der seit Jahren bestehende Wunsch, Photovoltaik als energieerzeugende Technologie in Membranbauten einzusetzen, erfüllt werden. Opvius zeigt dabei ein vollintegriertes OPV-Modul inkl. Verklebung zu ETFE, Anschlusstechnik und aller Systemkomponenten. Unter den technischen und gestalterischen Vorgaben aus dem Membranbaubereich und der Architektur wurde somit eine sowohl ästhetische, als auch technisch hochwertige Lösung für eine energieeffiziente Membranfassade erstmals zur Verfügung gestellt. Dies stellt einen Meilenstein im Membranbaubereich dar.

29.05.2018 | Quelle: Opvius | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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