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Biogas aus der Biotonne

Bioabfallvergärungsanlage auf der Sinsheimer Deponie, Foto: AVR UmweltService GmbH

In Sinsheim geht eine Bioabfallvergärungsanlage in Betrieb, die Biogas aus dem Vergärungsprozess der Kompostherstellung aufbereitet und ins Gasnetz einspeist.

Anfang Juli hat die Bioabfallvergärungsanlage auf der Sinsheimer Deponie erstmals umweltfreundliches Biogas ins Erdgasnetz eingespeist. Zunächst noch im Probebetrieb, aber voll im Zeitplan. Das teilte die AVR BioGas GmbH jetzt mit. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Vorreinigung und Aufbereitung sowie die anschließende Vermarktung des Biogases. Im September soll die komplette Bioabfallvergärungsanlage offiziell ihre Produktion aufnehmen.

Rund 60.000 Tonnen biogener Abfälle werden dann jährlich in der neuen Anlage vergoren, getrocknet und anschließend als gütegesicherter, zertifizierter Frischkompost vermarktet. Das im Vergärungsprozess erzeugte Rohbiogas wird zu Biomethan aufbereitet, bevor die Einspeisung über eine neue von der MVV Netze gebauten 4,3 km langen Gasleitung in das Erdgasnetz erfolgt. Pro Jahr soll so Bioerdgas mit einem Energiegehalt von rund 51 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden.

Die Biogasaufbereitung und -einspeisung ermöglicht eine flexible und dezentrale Nutzung dieser erneuerbaren Energie - sowohl da, wo sie benötigt wird, als auch genau dann, wann sie gebraucht wird. Das Erdgasnetz stellt auf diese Weise mit seiner vorhandenen Struktur einen riesigen Speicher zur Verfügung, der in Folge der Energiewende immer wichtiger wird. Zusätzlich kann zum Ausgleich von Produktions- und Einspeiseschwankungen vor Ort auch ein 5000 Kubikmeter fassender Biogasspeicher genutzt werden.
 

19.7.2019 | Quelle: AVR UmweltService | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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