Mit der BEG-Förderung unterstützt der Bund Bürgerinnen und Bürger beim Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen. Eine Solarthermie-Anlage in der BEG-Förderung maximal 35 Prozent Förderquote erhalten.

Seit 2021 gibt es Deutschland die BEG-Förderung. Unter dem Begriff Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) hat der Bund sämtliche Förderprogramme zusammengefasst, die es zuvor für Energieeffizienz von Gebäuden und das Heizen mit erneuerbaren Energien gab. Die BEG-Förderung fußt auf drei Säulen: BEG Wohngebäude, BEG Nichtwohngebäude und BEG Einzelmaßnahmen. Ab August 2022 können Bürger und Bürgerinnen im Programmteil Wohngebäude nur noch einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss bei der KfW in Anspruch nehmen. Ein Investitionszuschuss ist nicht mehr möglich. Umgekehrt gibt es im Teilprogramm BEG Einzelmaßnahmen nur noch die Zuschussförderung über das BAFA.

Solarthermie-Förderung im Gebäudebestand

Für die Förderung von Solarheizungen ist das Teilprogramm BEG Einzelmaßnahmen relevant. In diesem Förderprogramm sind Maßnahmen wie die Heizungssanierung, die Heizungsoptimierung, aber auch neue Fenster, Türen, Dämmmaßnahmen und sogar Smart-Home-Systeme förderfähig. Das Teilprogramm BEG Einzelmaßnahmen können die Bürgerinnen und Bürger nur nutzen, wenn sei die Solarheizung in einem Bestandsgebäude einsetzen wollen. Neubauten sind generell ausgeschlossen.

Solarthermie-Anlage in der BEG-Förderung

Die Solarthermie-Anlage ist eine der in der BEG-Förderung aufgeführten Einzelmaßnahmen. Wer eine Solarwärme-Anlage nachrüstet, erhält vom Staat 25 Prozent der Investitionskosten erstattet. Wenn man dabei eine Kohle-, Nachtspeicher-, Gas- oder Ölheizung ersetzt, kommen 10 Prozentpunkte hinzu. Die alte Gasheizung muss dafür allerdings älter als 20 Jahre sein, für die anderen Heizungen gibt es keine Anforderung an das Alter.

Diese Kosten, für die die Förderquote ausgezahlt wird, umfassen nicht nur die Sonnenkollektoren. Enthalten sind sämtliche Kosten der Solarthermie-Anlage. Neben den Sonnenkollektoren sind das auch der Speicher, die Solarstation, bei Bedarf eine Aufständerung und die Regelung. Alle Anschlussarbeiten und die notwendigen Demontagearbeiten vorhandener Geräte gehören ebenfalls dazu. Sollte ein neuer Heizungsraum erforderlich sein, wird auch dieser anteilig gefördert.

Eine Solarthermie-Anlage, die neben der Warmwasserbereitung auch Solarwärme für die Heizung bereitstellt, ist besonders effizient in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Auch der Einbau einer solchen Flächenheizung wird vom Staat im Rahmen der BEG-Förderung einer Solarthermie-Anlage bezuschusst. Einen Überblick über die förderfähigen Maßnahmen und Leistungen gibt ein BAFA-Merkblatt, das unter dem nebenstehenden Link zu finden ist.

Vor August 2022 konnten Bürger:innen einen iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten erhalten, wenn die Errichtung der Solaranlage in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) aufgeführt ist, den ein BAFA-gelisteter Energieberater erstellt hat. Diesen Bonus gibt es nun nur noch für Dämmmaßnahmen und Heizungsoptimierungen. Auch die ertragsabhängige BEG-Förderung für Solarthermie hat der Bund beendet.

Bei allen Kosten kann man die Bruttokosten ansetzen. Nur wer zum Vorsteuerabzug berechtigt ist, setzt die Nettokosten an.

Gas-Hybridheizung und EE-Hybridheizung aus BEG-Förderung entfallen

Vor August 2022 gab es für die Kombination aus einem neuen Gas-Brennwertgerät und einer Solarheizung, die so genannte Gas-Hybridheizung, eine die Förderquote von 30 Prozent. Nun fördert der Bund Gasheizungen nicht mehr, so dass es in diesem Fall nur noch die Förderquote von 25 Prozent auf den Solarthermie-Anteil anfällt.

Eine Förderung für die Kombination aus mehreren Wärmeerzeugern mit erneuerbaren Energien (EE-Hybridheizung) gibt es ab Januar 2023 nicht mehr. Bürger:innen müssen dann für jeden Wärmeerzeuger einen gesonderten Antrag stellen.

Technische Anforderung beachten

Für alle Wärmeerzeuger gibt es Anforderungen an die Effizienz. Das BAFA führt Listen mit förderfähigen Solarkollektoren, Wärmepumpen und Pelletskessel. Für Pelletskessel, die den Innovationsbonus Biomasse erfüllen, gibt es auch eine spezielle Liste. Die maximalen Kosten, von denen man die entsprechende Förderquote erhält, betragen 60.000 Euro pro Wohneinheit.

Akutalisierung am 22.12.2022

Diesen Beitrag hat das Redaktionsteam des Solarthermie-Jahrbuchs verfasst. Sie können das Solarthermie-Jahrbuch unter diesem Link bestellen.