Neues Rekordjahr für Windkraft-Branche

Zum Jahresende 2001 waren bundesweit rund 8.750 Megawatt (MW) Windkraft-Leistung installiert. Allein im vergangenen Jahr wurden 2.079 Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.659 MW neu errichtet.  Das entspricht in etwa der Windkraft-Leistung, die im Pionierland Dänemark in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut worden ist. Gegenüber dem Zubau im Jahr 2000…

Zum Jahresende 2001 waren bundesweit rund 8.750 Megawatt (MW) Windkraft-Leistung installiert. Allein im vergangenen Jahr wurden 2.079 Windräder mit einer Gesamtleistung von 2.659 MW neu errichtet.  Das entspricht in etwa der Windkraft-Leistung, die im Pionierland Dänemark in den vergangenen 20 Jahren aufgebaut worden ist. Gegenüber dem Zubau im Jahr 2000 (1.668 MW) bedeuten die 2.659 MW des Jahres 2001 einen Zuwachs um knapp 60 Prozent.

Die Windkraft etabliert sich immer mehr zu einem festen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems: „Mit dieser installierten Leistung lassen sich in einem normalen Windjahr knapp 3,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken“, betonte Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), bei der Präsentation der aktuellen Statistik am 16.01.2002 in Berlin. Nach vorsichtigen Schätzungen des BWE dürften die 2.659 MW in Deutschland in etwa 50 Prozent des weltweiten Windkraft-Zubaus von über 5.000 MW im Jahr 2001 ausgemacht haben. „Damit zeigt sich einmal mehr, dass Mindestpreissysteme die Investitionssicherheit bieten, die von Quoten- und Zertifikatssystemen niemals erreicht werden“, erklärte Ahmels.

Der mit über 10.000 Mitgliedern bundesweit größte Windkraft-Verband erwartet auch für die kommenden Jahre einen ungebrochenen Boom der Windenergie: „Berücksichtigt man die Angaben mehrerer Windkraft-Planungsbüros, so scheint ein weiterer Zubau an Land um 5.000 Megawatt bis Ende 2004 realistisch“, erläuterte Ahmels. In den nächsten Jahren, so die Einschätzung des BWE, würden neben dem weiteren Ausbau im Binnenland vor allem durch Repowering-Projekte (Ersatz kleiner Anlagen durch leistungsfähigere Windräder) sowie Offshore-Vorhaben und Exportmärkte der Branche glänzende Aussichten bieten.

Bei der regionalen Verteilung der Windkraft-Leistung in Deutschland bleibt Niedersachsen mit knapp 670 Megawatt neu installierter Leistung im Jahr 2001 weiterhin vor Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen das Windland Nummer eins. Zwischen Harz und Nordsee drehten sich Ende Dezember 3.051 Anlagen (2.427 MW). Die Windkraft kann damit mittlerweile fast zehn Prozent des niedersächsischen Strombedarfs decken. Den größten Windstrom-Anteil gibt es bundesweit allerdings in Schleswig-Holstein: Dort können die insgesamt 2.351 Anlagen (1.555 MW) mittlerweile rund 28 Prozent des Strombedarfs decken. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern mit rund 21 Prozent, Sachsen-Anhalt mit über 11 Prozent und Brandenburg mit über 9 Prozent.

Marktführer im vergangenen Jahr war das Auricher Unternehmen Enercon mit einem Anteil von 28,5 Prozent an der neu installierten Leistung. In der Hersteller-Rangliste folgen die Vestas Deutschland GmbH aus Husum (Marktanteil: 19,5 %), die NEG Micon Deutschland GmbH mit Sitz in Ostenfeld (11,4 %), Enron Wind aus Salzbergen (10,9 %) und die Hamburger Nordex AG (10,4 %).

18.01.2002   Quelle: Bundesverband WindEnergie (BWE)

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