Erneuerbare Energien: Umsatz und Exportquote sollen zweistellig wachsen

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Der Umsatz mit Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien wird nach Prognosen der Branche in diesem Jahr um 17 Prozent auf 32 Milliarden Euro wachsen. Darin enthalten seien Inlandsinvestitionen in Höhe von 11,7 Milliarden Euro, Betriebsumsätze von 12,0 Milliarden Euro sowie 8,2 Milliarden Euro Auslandsumsatz, heißt es in einem Bericht des Bonner Europressedienstes. Zum Abschluss der Jahreskonferenz der erneuerbaren Energien „ee07“ in Berlin machten die Marktteilnehmer deutlich, dass künftige Wachstumsquoten nur auf Basis einer stabilen Förderlage erreicht werden können. Gefordert wird unter anderem eine zügige Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um eine drohende Marktverunsicherung zu verhindern.

45.000 neue Arbeitsplätze in der Branche
Rund 300 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten in Berlin auf der 3. Konferenzen der Erneuerbaren Energien über Wachstum und Markt. „Fast jede zweite Windanlage kommt inzwischen aus Deutschland“, so Dr. Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbandes Windenergie und Vizepräsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien. Allein bei der Windenergie werden laut Ahmels inzwischen 80 Prozent der Umsätze im Ausland getätigt. Insgesamt soll die Branche bis 2010 zweistellig auf rund 45,3 Milliarden Euro Gesamtumsatz wachsen, wobei Inlandsinvestitionen um 14,5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, Betriebsumsätze um 34 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro sowie die Auslandsumsätze um 85 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro zunehmen sollen. Damit verbunden werden schätzungsweise 45.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Nach Aussage von Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), profitiert auch die deutsche Wirtschaft von den Erneuerbaren. Laut Kemfert steigen die Preise für Öl und Gas in den nächsten Jahren weiter, wodurch sich die Energiekosten in Deutschland kontinuierlich erhöhen und die erneuerbaren Energien schneller wettbewerbsfähig werden. Kemfert machte aber auch deutlich, dass sich der Strompreis durch das EEG um fünf Prozent erhöhen kann. Gleichzeitig würden sich durch den Zubau der Erneuerbaren der Börsenpreis sowie der CO2-Zertifikatepreis verringern. Damit sei eine Entlastung von 12 Milliarden Euro zu erwarten, die sonst im Wesentlichen von Privathaushalten und energieintensiven Industrien getragen werden müsste.

Markt für erneuerbare Energien reagiert sensibel auf Änderung der Rahmenbedingungen
Wie sensibel der Markt für erneuerbare Energien auf Veränderungen der Förderbedingungen reagiert, machte Andreas Düser, Vertriebsleiter NRW der Enercon GmbH am Beispiel des Biodiesel deutlich. „Die erste Generation der Biokraftstoffe ist heute wettbewerbsfähig. Aber durch die in 2006 eingeführte Besteuerung hat sich das Absatzsatzpotential stark verschlechtert“. Am 29. Juni 2006 verabschiedete der Bundestag nach langem Streit in der Koalition das Energiesteuergesetz, das die schrittweise Besteuerung von Biodiesel und Pflanzenöl (als Treibstoff) vorsieht. Für beide Stoffe soll ab 2012 der volle Mineralölsteuersatz gelten.

Zügige EEG-Überprüfung gefordert
Alle Teilnehmer der Konferenz sprachen sich für eine zügige Überprüfung des EEG aus, die noch in diesem Jahr ansteht. Es dürfe zu keiner Verunsicherung im Markt kommen, wenn die Überprüfung des EEG an das geplante Umweltgesetzbuch gekoppelt wird.

19.03.2007 | Quelle: Europressedienst Bonn | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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