Solarstrom für Ruanda: Größte Photovoltaik-Anlage Afrikas eingeweiht

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Mit dem Anschluss an das lokale Stromnetz hat die juwi solar GmbH aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) den Bau der größten Solarstromanlage Afrikas erfolgreich abgeschlossen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die von juwi im Auftrag der Stadtwerke Mainz AG errichtete Photovoltaik-Anlage hat eine Gesamtleistung von 250 Kilowatt und besteht aus rund 4.000 Dünnschicht-Solarmodulen des Herstellers First Solar.
Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, hat die Anlage am 07.06.2007 im Rahmen einer Delegationsreise anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda offiziell mit einem symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. Das Photovoltaik-Kraftwerk auf dem rund 2.000 Meter hoch gelegenen Berg „Jali“ am Rande der Hauptstadt Kigali wird pro Jahr rund 325.000 Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Dies erspare der Umwelt jährlich den Ausstoß von 300 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), rechnet juwi solar vor.

Baustein für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika
juwi hat das gesamte Projekt als Generalunternehmer schlüsselfertig mit einem erfahrenen Partner errichtet. Der Solarstrom wird in das Netz des staatlichen Energieversorgers Electrogaz eingespeist. Die Erlöse dienen nach Angaben des Betreibers (Stadtwerke Mainz AG) der Instandhaltung und Wartung; Überschüsse sollen in neue Projekte in Ruanda fließen. Mit dem Projekt „Kigali Solaire“ zeigt die juwi-Gruppe nicht nur einmal mehr ihr Potenzial als einer der führenden international tätigen Anbieter von schlüsselfertigen Photovoltaik-Anlagen. „Das Projekt in Ruanda liegt uns auch deshalb besonders am Herzen, weil wir so zusammen mit der Stadtwerke Mainz AG einen kleinen Baustein für eine nachhaltige Entwicklung in Afrika beitragen können“, begründet Matthias Willenbacher, Vorstand der juwi-Gruppe, das Engagement des Unternehmens. „Während in Heiligendamm auf dem G8-Gipfel noch über Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung diskutiert wird, handeln wir bereits nach dem Motto: think global, act local“, betont Willenbacher.

Stiftung „Energie für Afrika“ gegründet
Auftraggeber des Solar-Kraftwerks war die Stadtwerke Mainz AG, die vor kurzem die Stiftung „Energie für Afrika“ gegründet hat. Was 2003 mit dem Bau von Trinkwasserleitungen begann, habe sich zu einer tragfähigen Partnerschaft zwischen der Ruandischen Regierung und den Stadtwerken Mainz entwickelt, betont juwi. Von der Zusammenarbeit im Messwesen über den Bau der Photovoltaik-Großanlage mit 250 kW Leistung bis hin zur Ausbildung von Solartechnikern habe sich diese Partnerschaft bewährt.

08.06.2007 | Quelle: juwi GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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