ersol Gruppe: Solar-Fabrik für Dünnschichtmodule eingeweiht

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Die ersol Solar Energy AG (ersol; Erfurt) hat am 15. Juni 2007 zusammen mit Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und weiteren Gästen ihre erste Photovoltaik-Fabrik zur Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen auf der Basis von Silizium eingeweiht. Nach einer knapp einjährigen Bauphase wurde die neue Fertigungsstätte im Erfurter Güterverkehrszentrum (GVZ) feierlich eröffnet. Seit dem Spatenstich im Juli des vergangenen Jahres seien die Arbeiten am Produktionsgebäude fast abgeschlossen, berichtet ersol in einer Pressemitteilung. Der Start für die Serienproduktion ist bereits für August dieses Jahres geplant.
Zunächst soll das Werk über eine Nominalkapazität von 40 Megawatt peak (MWp) verfügen, wobei im Jahr 2007 eine Produktionsmenge von 6 MWp und 2008 rund 24 MWp erwartet werden. In die neue Produktionsstätte werden laut ersol mehr als 80 Millionen Euro investiert.
160 bis 200 neue Arbeitsplätze in der Photovoltaik-Produktion
Die Fertigungsanlagen der ersol Dünnschicht-Modul-Fabrik stammen zu einem wesentlichen Teil von der Schweizer Oerlikon Solar, einem weltweit führenden Unternehmen der Dünnschicht- und Vakuumtechnologie. Oerlikon installierte für die ersol Thin Film GmbH die erste Dünnschichtfertigung dieser Art. So entstand in Erfurt innerhalb nur eines Jahres eine der modernsten Photovoltaik-Produktionsstätten Europas. In dieser sollen bis Ende 2008 etwa 160 Mitarbeiter beschäftigt sein. Derzeit ist das Dünnschicht-Team der ersol Gruppe zirka 120 Personen stark. Die Belegschaft der ersol Thin Film könnte mittelfristig auf rund 200 Mitarbeiter anwachsen, denn ersol plant, die Nominalkapazität der Dünnschicht-Modulproduktion, wahrscheinlich bis 2010, auf 100 MWp zu erweitern.

Silizium-Dünnschicht-Modul speziell für große Dach- und Freiflächenanlagen
„Das erste Produkt, welches in wenigen Wochen die Fertigungsanlagen der ersol Thin Film verlassen soll, heißt „Nova“. Unser Silizium-Dünnschicht-Modul hat eine Größe von 1,10 Meter Breite und 1,30 Meter Höhe. Die ersten Tests bestätigen die aufgrund der Vorversuche in der Pilotfertigung von Oerlikon Solar zugrunde gelegte Erwartung des zu erreichenden Wirkungsgrades“, so Karsten Weltzien, Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH. „Mit knapp sechs Prozent werden unsere Dünnschicht-Module im Vergleich zu kristallinen, also herkömmlichen Solarmodulen zwar einen geringeren Wirkungsgrad aufweisen. Jedoch erwarten wir bei Dünnschicht-Modulen ein besseres Preis-Flächen-Verhältnis. Dies ist vor allem für große Dach- und Freiflächenanlagen ein Vorteil. Nova wird auch optisch sehr ansprechend sein, was bei einer großflächigen Nutzung nicht unwichtig ist“, ergänzt Dr. Lutz Mittelstädt, ebenso Geschäftsführer der ersol Thin Film GmbH. Die Leistung der ersten vom Band laufenden Dünnschicht-Module soll bei knapp 80 Watt-peak liegen. Später soll diese auf 85 bis 95 Wp und dann auf zirka 120 Wp pro Modul gesteigert werden.

18.06.2007 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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