BEE: Erneuerbare Energien taugen nicht als Argument für Strompreiserhöhungen

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Erneuerbare Energien sind nicht der Grund für die von E.ON zum Jahreswechsel angekündigte Strompreiserhöhung, so der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Nach Berechnungen des BEE verändert sich die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur um einen Bruchteil der von E.ON angekündigten Preissteigerung. “Der Preissprung bei E.ON ist 15 Mal so hoch, wie der Anstieg der EEG-Kosten. Hier wird offenbar versucht, die Verbraucher abzuzocken und dafür die erneuerbaren Energien als Sündenbock heranzuziehen”, kritisiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des BEE, die aktuelle Preispolitik des Stromriesen.

EEG-Umlage liegt weit unter der angekündigten Preiserhöhung von E.ON
Heute macht die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien für einen Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch nach Angaben des BEE allenfalls zwei Euro pro Monat oder 0,7 Cent pro Kilowattstunde aus. Im kommenden Jahr werde sich diese Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur minimal um etwa 0,1 Cent pro Kilowattstunde verändern. Der gleiche Musterhaushalt zahle dann maximal 30 Cent im Monat zusätzlich für das EEG. Die von E.ON angekündigte Preiserhöhung bedeute jedoch Mehrkosten von durchschnittlich 5 Euro pro Monat, so der BEE. “Schon heute rechnen alle uns bekannten Stromversorger eine um mindestens 0,1 Cent pro Kilowattstunde erhöhte EEG-Umlage ab. Erneuerbare Energien rechtfertigen keine weitere Preiserhöhung”, betont Nitzschke.

BEE: Die Versorger haben Einsparungen nicht an die Verbraucher weitergegeben
Tatsächlich führe das große Angebot von rund 15 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien sogar zu niedrigeren Strompreisen, unterstreicht der BEE. Das Bundesumweltministerium beziffere die preisdämpfenden Effekte des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit 5 Milliarden Euro. Die Versorger hätten diese Einsparungen bisher nicht an die Verbraucher weitergegeben. Offenbar hätten sie dies auch aufgrund der starken Position einiger weniger Anbieter auf dem Strommarkt verhindern können. “Der BEE unterstützt deshalb das Vorhaben von NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, die angekündigten Preiserhöhungen auch kartellrechtlich unter die Lupe zu nehmen”, so Nitzschke.

16.10.2007 | Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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