Solar-Initiative fördert „Ein Dach für die Wissenschaft“

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Am 8. Januar 2008 startete die Initiative „Ein Dach für die Wissenschaft“ mit einer Auftaktpressekonferenz in der Universität Würzburg sowie der Versendung der ersten Einladungen zur Teilnahme an 586 mainfränkische Unternehmen, Personen und Institutionen. Mit dieser vom Universitätsbund Würzburg unterstützten Initiative der Tauber-Solar Management GmbH soll die Wissenschaft auf dem Gebiet des Umweltenergierechts an der Universität Würzburg gefördert werden. Unternehmen sollen im Rahmen der Initiative bisher ungenutzte Dachflächen zur Verfügung stellen, denen Tauber-Solar Photovoltaik-Anlagen installiert und betreibt, so dass für die Dachbesitzer weder ein wirtschaftliches Risiko noch planerischer Aufwand entsteht.
Für die Bereitstellung der Dachflächen erhalten sowohl der Dachbesitzer als auch die Universität Würzburg jährlich eine Vergütung, die von der Leistung der installierten Solarstromanlage und damit nicht von der tatsächlichen Stromerzeugung abhängt. Für den der Forschung an der Universität Würzburg zugute kommenden Betrag kann der Dachbesitzer zudem eine Spendenbescheinigung erhalten, heißt es in der Pressemitteilung der Universität Würzburg.

Wissenschaftsförderung plus saubere Energieerzeugung
„Mit der Initiative Ein Dach für die Wissenschaft gewinnen damit alle: die Dachbesitzer durch eine zusätzliche Einnahmequelle, die Universität Würzburg durch die finanzielle Förderung eines zukunftsweisenden wissenschaftlichen Bereichs und das Klima durch saubere Energieerzeugung“, so die Initiatoren. Auf der Pressekonferenz betonte der Präsident der Universität Würzburg, Prof. Haase, die große Bedeutung der Förderung wissenschaftlicher Forschung durch private Initiativen. Die Universität habe zum einen die Aufgabe, mit den ihr zur Verfügung stehenden begrenzten Mittel die grundlegende Lehre einer immer größer werdenden Zahl von Studierenden sicherzustellen. Zum anderen solle jedoch auch die Forschung im Hinblick auf innovative und zukunftsträchtige Themen vorangetrieben werden. Insofern sei der Gedanke der Initiative besonders zu würdigen, da sie es der Universität ermögliche, zusätzliche Mittel für neue Forschungsansätze einzusetzen.
Dr. Haaf, Geschäftsführer der Tauber-Solar Management GmbH, stellte die Initiative und die Geschäftstätigkeit von Tauber Solar vor. Diese Firmengruppe ist auf die Projektierung und Finanzierung über Beteiligungsmöglichkeiten von Solarstromanlagen spezialisiert. Es freue ihn sehr, dass die Initiative nun umgesetzt werden konnte und er hoffe, dass gemeinsam mit den Unternehmen der Region eine große Unterstützung für die innovative Einrichtung der Forschungsstelle Umweltenergierecht geleistet werden könne.

Gewinn für die Wissenschaft und die Unternehmen
Lehrstuhlinhaber Prof. Schulze-Fielitz lobte die Konstellation der Initiative, bei der es nur Gewinner gebe. Von dieser „Win-Win-Situation“ würden die Wissenschaft, die beteiligten Unternehmen und die Umwelt gleichermaßen profitieren. Er unterstrich die Neuartigkeit des an der Forschungsstelle untersuchten Rechtsgebiets, für das es vor fünf bis zehn Jahren noch nicht einmal eine Bezeichnung gegeben habe. Thorsten Müller stellte die Forschungsstelle Umweltenergierecht vor und betonte zwei Besonderheiten der Initiative: Die Finanzierung über 25 Jahre und die gewährte wissenschaftliche Freiheit würden „Ein Dach für die Wissenschaft“ von anderen Formen der Wissenschaftsförderung grundlegend unterscheiden.
Die gemeinsame Schirmherrschaft für die Initiative haben Dr. Anja Weisgerber, Hans-Josef Fell und Walter Kolbow übernommen. Die drei Abgeordneten des Europaparlaments bzw. des Deutschen Bundestages sind Absolventen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Sie sind in ihrer politischen Arbeit mit Fragen des Klimawandels und des Umweltenergierechts befasst.

Umweltenergierecht definiert Rahmenbedingungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien
Auf der Pressekonferenz betonte Walter Kolbow, dass durch den Umgang mit Energie auch besonders wichtige Aspekte der internationalen Friedenssicherung und -sicherheit berührt würden. Deshalb sei es sehr wichtig, die Debatte über eine nachhaltige und zukunftsweisende Energie- und Klimapolitik zu führen und die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Hans-Josef Fell hob hervor, dass die Forschung zum Umweltenergierecht weitere Ansätze liefern kann, das Klima entschiedener schützen und erneuerbare Energien effektiver ausbauen zu können. In seiner politischen Arbeit, etwa bei der Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000, habe er gemerkt, wie wichtig es sei, dass die rechtlichen Aspekte wissenschaftlich fundiert untersucht werden.

13.01.2008 | Quelle: Universität Würzburg | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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