centrotherm photovoltaics baut Dünnschicht-Forschungszentrum

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Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) verstärkt ihre Aktivität in der Dünnschicht-Photovoltaik. Die im TecDax-notierte Gesellschaft errichtet in Blaubeuren ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das schon im zweiten Quartal dieses Jahres fertig gestellt sein soll. Es werde ein Dünnschicht-Labor mit modernen Analyse-Maschinen umfassen und eine Pilot-Fabrikation für so genannte CIGS-Linien. CIGS (Kupfer-Indium-Diselenid) ist derzeit die Dünnschicht-Technologie mit dem höchsten Wirkungsgrad. Dieser liegt in der Forschung aktuell bei rund 19,9 Prozent.
Im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum sei außerdem ein Applikationslabor vorgesehen, in dem Kunden und Mitarbeiter Tests durchführen können, berichtet centrotherm photovoltaics in einer Pressemitteilung. Rund 20 Mitarbeiter werden künftig in dem neuen Zentrum arbeiten. Die intensivierte Forschung und Entwicklung der Dünnschicht-Technologie sei erklärtes Ziel der centrotherm photovoltaics, heißt es in der Pressemitteilung.

Schlüsselfertige Produktionslinien für CIGS-Solarzellen
Bereits zum Börsengang im Oktober 2007 hatte die Gesellschaft angekündigt, Emissionserlöse in diese beiden Bereiche zu investieren. “Wir wollen unser Technologie-Know-how ergänzen und die Effizienz unserer Fertigungslinien weiter steigern”, erklärt Robert Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics AG. “Ziel ist ein Wirkungsgrad von garantierten zehn Prozent im Produktionsprozess”, so Hartung weiter. Das Blaubeurener Unternehmen ist nach eigenen Angaben weltweit der einzige Anbieter von schlüsselfertigen Photovoltaik-Produktionslinien mit CIGS-Technologie.

Dr. Immo Kötschau wird Leiter der Dünnschichtforschung und -Entwicklung
Im Zuge des Ausbaus der Dünnschicht-Aktivität ist es centrotherm photovoltaics gelungen, einen weiteren Experten auf diesem Gebiet zu gewinnen: Dr. Immo Kötschau (38) ist seit dem 1. Januar 2008 Leiter Dünnschichtforschung und -Entwicklung. Er soll auch das neue Forschungszentrum leiten. Vor seinem Wechsel zu centrotherm war der gebürtige Kanadier als Leiter der Dünnschicht-Prozessentwicklung am Hahn-Meitner-Institut (HMI) in Berlin tätig. Wie das Institut für Physikalische Elektronik in Stuttgart (IPE), an dem Kötschau in 2002 promovierte, gehört das HMI zu den führenden Forschungseinrichtungen für Dünnschicht-Photovoltaik.

31.01.2008 | Quelle: centrotherm photovoltaics AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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