Johanna Solar Technology GmbH erhält Auftrag zum Bau einer Dünnschicht-Solarmodulfabrik in China

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Die Johanna Solar Technology GmbH (Brandenburg an der Havel/Oldenburg) hat die erste Lizenz zur Errichtung einer Dünnschicht-Solarmodulproduktion auf Basis ihrer siliziumfreien CIGSSe-Technologie an die chinesische Shandong Sunvim Solar Technology Co. Ltd. vergeben. Für die Umsetzung dieses und weiterer Projekte bündeln Johanna Solar Technology und ihr Initiator, das Oldenburger Projektentwicklungsunternehmen IFE, ihre Kompetenzen, berichten beide Unternehmen in einer Pressemitteilung. So hätten Johanna Solar und IFE gemeinsam den Auftrag für die Planung und den schlüsselfertigen Bau der Fabrik erhalten. Grundlage der Modulfabrik ist die in Südafrika entwickelte Technologie zur Produktion von Solarzellen aus Kupfer, Indium, Gallium, Sulfid und Selen (CIGSSe), die in der hochmodernen Produktionsstätte in Brandenburg an der Havel von Johanna Solar Technology zur Industriereife gebracht wurde.
„Für IFE und Johanna Solar Technology beginnt mit dieser Unterschrift ein neuer Abschnitt“, erklärte Marius Eriksen nach der feierlichen Vertragsunterzeichnung am 22. Februar in China. Dabei kann der Oldenburger Unternehmensgründer und Hauptgesellschafter von IFE mit der aleo solar AG und der Johanna Solar Technology GmbH bereits auf zwei bemerkenswerte Erfolge verweisen. „Wir sind überzeugt, mit diesem Projekt in China den richtigen Schritt in die Zukunft zu tun und werden unserer großen Verantwortung gerecht werden“, ergänzt IFE-Geschäftsführer Peter Forch. „Dabei sehen wir Asien als hochinteressanten Produktionsstandort aber auch als den Absatzmarkt von übermorgen an“, fügt Jeroen Haberland, Geschäftsführer der Johanna Solar Technology GmbH, hinzu.

Die neue Fabrik soll in Gaomi in der chinesischen Provinz Shandong Johanna entstehen. Gleichzeitig mit der Vertragsunterzeichnung fand in dem bereits weit fortgeschrittenen Projekt der feierliche erste Spatenstich in Anwesenheit hochrangiger Vertreter der Provinz Shandong sowie zahlreicher Medienvertreter statt. „Während die Vertragsverhandlungen noch in vollem Gange waren, konnten wir die Planung bereits abschließen und nun unmittelbar mit den Bauarbeiten beginnen“, berichtet Peter Forch. „Die Sunvim Group als unser Kunde hat sich während der einjährigen Verhandlungen als sehr kompetenter Partner erwiesen. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit für unser Projekt-Team, von dem ein wachsender Teil für längere Zeit in China arbeiten wird. Für diesen großen Schritt werden wir unsere Mannschaft in der nächsten Zeit um zusätzliche qualifizierte Mitarbeiter mit internationaler Projekterfahrung erweitern“, so Forch weiter.

Produktionskapazität von 60 Megawatt soll in zwei Ausbaustufen realisiert werden
Das internationale Interesse an der Technologie sei sehr groß, erläutert Haberland. Trotz der großen Nachfrage werde man nur mit strategisch ausgewählten Partnern kooperieren. „Die Vermarktung der Module aus diesem Projekt erfolgt exklusiv durch uns und in Zusammenarbeit mit der börsennotierten aleo solar AG. Die Fabrik in China soll in zwei Ausbaustufen realisiert werden und eine Produktionskapazität von 60 Megawatt (MW) haben. Die Gesamtinvestition beläuft sich laut Johanna Solar und IFE auf rund 160 Millionen Euro. Die Produktionsanlagen würden fast vollständig von deutschen Herstellern geliefert, die in den letzten Jahren auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ihre führende Position in der weltweit boomenden Solarindustrie ausbauen konnten.

10.03.2008 | Quelle: Johanna Solar Technology GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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