Wirtschaftsverband Windkraftwerke fordert Verbesserungen der EEG-Novelle

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„Damit die deutschen Windpark-Projektierer und Betreiber nicht den Anschluss an die internationale Entwicklung und somit Standortvorteile verlieren, sind Verbesserungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderlich. Vor allem gilt das für Planung und Bau neuer Windparks an Land sowie deren Modernisierung, das so genannte „Repowering“. Das forderte der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V., Dr. Wolfgang von Geldern, in der Mitgliederversammlung des Verbandes am 10.03.2008 in Hamburg. Auf der Grundlage eines Regierungsentwurfs wird derzeit die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Bundestag beraten. Dieser Gesetzentwurf zielt nach Ansicht der im WVW vertretenen Windkraft-Unternehmen zwar in die richtige Richtung, denn nur durch den forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien können die im Sinne von Klimaschutz, Ressourcenschonung und Sicherung der Energieversorgung notwendigen Ziele erreicht werden. „Doch der Gesetzentwurf greift zu kurz“, machte Vorsitzender Dr. von Geldern deutlich.

Deutschland hat weltweite Spitzenposition verloren und ist hinter die USA, Spanien, China und Indien zurückgefallen
Bereits seit zwei Jahren geht der Neubau von Windenergieanlagen im Inland dramatisch zurück, warnt der Wirtschaftsverband Windkraftwerke. Die Folge: Deutschland habe seine weltweite Spitzenstellung bereits verloren und sei hinter die USA, Spanien, China und Indien zurückgefallen. Daher ergibt sich aus Sicht des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke dringender Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber. Der WVW fordert angesichts der stark gestiegenen Weltmarktpreise von Windenergieanlagen, die Anfangsvergütungen für Strom aus Windenergie an Land auf 9,5 Cent/kWh zu erhöhen und die niedrigere Basisvergütung anzupassen. Weiter soll für Repowering-Projekte ein Bonus auf die Einspeisevergütungen im EEG eingeführt werden, um den Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne zu beschleunigen.

Einheitliche Vergütung von 14 Cent/kWh gefordert
Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für den Markteintritt und den Handel von Windstrom über die Strombörsen wie bisher im EEG erhalten bleiben. „Mit den im Gesetzentwurf vorgesehenen Einschränkungen wäre es Windparkbetreibern nicht möglich, sich dem Strommarkt zu öffnen“, betont der Wirtschaftsverband Windkraftwerke. Um ausreichend Investitionssicherheit für die Offshore-Windenergie-Projekte zu schaffen, sollte zudem statt der im Gesetzentwurf vorgesehenen 12 plus 2 Cent/kWh (12 Cent/kWh Grundvergütung plus 2 Cent/kWh für Windparks, die bis 2013 am Netz sind) eine einheitliche Vergütung von 14 Cent/kWh festgelegt werden. Und schließlich fordert der Verband, dass die EEG-Novelle zum 1. Juli 2008 in Kraft treten soll, um einen Investitionsstau zu verhindern.
Diese Forderungen will der WVW zusammen mit anderen Branchenverbänden nachdrücklich gegenüber den Bundestagsfraktionen vertreten. Während der Mitgliederversammlung erläuterte die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Maria Flachsbarth den gegenwärtigen Stand der parlamentarischen Beratungen zur EEG-Novelle. Dabei sprach sie sich für eine zügige Beratung und ein möglichst schnelles Inkrafttreten der Gesetzesnovelle aus.

Vorstand für weitere drei Jahre einstimmig wiedergewählt
Dem einstimmig wieder gewählten Vorstand des Verbandes gehören neben dem Vorsitzenden Dr. Wolfgang von Geldern, Lothar Schulze (Stellvertreter), Martin Lawrenz (Schatzmeister) sowie die Beisitzer Curtis Briggs, Karl Detlef, Fritz Laabs und Paul van Son an. Der 1996 gegründete Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (WVW) vertritt die Interessen von rund 100 Unternehmen, die in Deutschland Windparks projektieren, bauen und betreiben.

12.03.2008 | Quelle: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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