1,6 MW-Photovoltaik-Kraftwerk auf dem Dach einer französischen Lagerstätte

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Im Juli 2008 soll auf dem Dach einer Lagerstätte im Gard-Department (Frankreich) eine Solarstromanlage mit einer Gesamtleistung von 1,6 Megawatt erreichtet werden berichtet das Bulletin “Wissenschaft-Frankreich” der französischen Botschaften in Deutschland und Österreich (Nr. 140 vom 20. April 2008). Die auf einer 55.000 Quadratmeter großen Dachfläche installierten 2.560 Solarmodule (30.000 qm Fläche) sollen den jährlichen Strombedarf von ungefähr 500 Haushalten decken. Die Anlage soll zugleich für die Dachabdichtung sorgen. Die integrierte PV-Großanlage wird vom französischen Solarspezialisten URBASOLAR schlüsselfertig (d.h. von der Machbarkeitstudie, über die Planung bis hin zum Anlagenbau) realisiert und über die kommenden 20 Jahre betrieben. Der erzeugte Solarstrom wird über die gesamte Betriebsperiode an den Energieversorger EDF verkauft.
Das Projekt wurde mit 8 Millionen Euro von dem spanischen Unternehmen Akuo Energy, einem Entwickler für Projekte zur Nutzung Erneuerbarer Energien, und mit mehr als einer Million Euro vom gemeinnützigen öffentlichen Investor “Caisse des Dépôts” finanziert. Das Gebäude gehört dem französischen Logistikkonzern FM Logistic und wird für die Logistik-Aktivitäten seines Kunden Carrefour (Einzelhandelsunternehmen) genutzt.

Frankreich muss den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch deutlich steigern
2007 wurden in Frankreich 20 MW-Neuleistung aufgebaut. Deutschland erreichte hier 1.200 MW. Nach Angaben von Arnaud Mine, Chef der PV-Abteilung beim französischen Verband für erneuerbare Energien (SER), zielt die PV-Branche für 2020 auf eine Leistung von 7.000 MW ab. Nach Vorgaben der Europäischen Kommission sollte Frankreich seinen Anteil an erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch von 10,3 % im Jahr 2005 auf 23% im Jahr 2020 erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, “hat jede Branche auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien seinen Beitrag zu leisten”, so Arnaud Mine. Die Entwicklung des PV-Marktes in Frankreich benötigt die Unterstützung der Behörden: eine gezielte Politik mit klaren Rahmenbedingungen. Nach Meinung von Arnaud Mine dürfen daher die derzeitigen günstigen Vergütungstarife (30cent/kWh Grundtarif, und 55cent/kWh für Strom aus Gebäude-integrierten PV-Anlagen) für den Verkauf von PV-Strom an EDF nicht gesenkt oder abgeschafft, sondern müssen beibehalten werden.

15.05.2008 | Quelle: Bulletin “Wissenschaft-Frankreich” der französischen Botschaften in Deutschland und Österreich (Nr. 140 vom 20. April 2008); Agence France Presse, Pressemitteilung von URBASOLAR | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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