Photovoltaik-Produktionsequipmenthersteller Roth & Rau: Solar-Umsatz um 65,5 % gesteigert

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Der Roth & Rau-Konzern (Hohenstein-Ernstthal) Hersteller von Photovoltaik-Produktionsanlagen und Plasmatechnologie, konnte in den ersten sechs Monaten 2008 seinen Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz stieg nach Angaben des Unternehmens um 59,0 % von 65 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007 auf knapp 104 Millionen Euro Berichtszeitraum. Der Anteil des durch Exporte erzielten Umsatzes lag bei 89,6 % nach 53,8 % im Vorjahr. Der Geschäftsbereich Photovoltaik trug rund 100 Millionen zum Konzernumsatz bei, was einem Anteil von 96,3 % entspricht (2007: 92,6 %). Damit verbesserte sich der Solar-Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 65,5 % (2007: 60 Mio. EUR). Hier konnte Roth & Rau erneut von der starken Nachfrage nach Produktionsequipment für kristalline Silizium-Solarzellen sowie seiner Marktposition als einer der führenden Anbieter von Antireflexbeschichtungsanlagen sowie schlüsselfertiger Photovoltaik-Produktionslinien profitieren.
Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs Plasma- und Ionenstrahltechnologie lag bei 3,8 Millionen Euro nach 4,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang sei auf unterjährige Umsatzschwankungen aufgrund des hohen Anteils an Projektgeschäften zurückzuführen. Dies werde sich voraussichtlich im Jahresverlauf wieder ausgleichen, heißt es in der Pressemitteilung.

Investitionen in Spezialsoftware und Solarzellen-Forschung
Die im zweiten Quartal durchgeführten Investitionen sollen die Basis für das künftige Wachstum weiter stärken. Insbesondere mit der Übernahme des Spezialsoftware-Anbieters AIS Automation Dresden GmbH sicherte sich Roth & Rau weitere Wettbewerbsvorteile. “Durch die Integration der AIS bauen wir unseren Anteil in der Wertschöpfungskette in der Produktion kristalliner Silizium-Solarzellen aus und treiben gleichzeitig die Standardisierung unserer Turnkey-Produktionslinien weiter voran”, erläuterte Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG. Um ihre hohe Technologiekompetenz, die einen wesentlichen Erfolgsfaktor darstellt, auszubauen und sich neue Schlüsseltechnologien zu sichern, schloss die Roth & Rau AG darüber hinaus einen Kooperationsvertrag mit der Schweizer Universität Neuchâtel. In einem dreijährigen Programm sollen Anlagen und Technologien für die Herstellung hocheffizienter kristalliner Silizium-Solarzellen entwickelt werden. Insgesamt 14 Millionen Euro will die Gesellschaft in dieses Projekt investieren. Im Hinblick auf das erwartete weitere Wachstum investierte Roth & Rau im ersten Halbjahr außerdem erneut in den Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Hohenstein-Ernstthal. Ab Mitte des dritten Quartals stehen zusätzlich 4.000 bis 5.000 m² Produktionsfläche zur Verfügung.

Steigende Nachfrage nach Produktionsequipment für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen erwartet
Der Roth & Rau-Konzern rechnet auch in den kommenden Monaten mit einer steigenden Nachfrage nach Produktionsequipment für die Herstellung kristalliner Silizium-Solarzellen und geht daher von einer weiterhin dynamischen Geschäftsentwicklung aus. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2008 in Höhe von 278 Mio. EUR, der im Vergleich zum Vorjahr um 130,0 % gestiegen ist (2007: 121 Mio. EUR), untermauere diese Einschätzung. Der Vorstand erhöht daher seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2008 von 235 Mio. Euro auf mindestens 250 Mio. Euro und rechnet mit einer EBIT-Marge von mindestens 10 %.

15.08.2008 | Quelle: Roth & Rau AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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