Photovoltaik: Entwicklung des kanadischen Hersteller Day4 Energy ebnet den Weg für Solarzellen aus metallurgischem Silizium

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Der Photovoltaik-Hersteller Day4 Energy (Burnaby, British Columbia) berichtete am 7.8.2008, er habe eine selbst entwickelte Technologie erfolgreich getestet, welche den Einsatz von metallurgischem Silizium in Solarzellen ermöglicht. Bis zur Marktreife entwickelt, könnten Solarzellen aus dem kostengünstigeren metallurgischen Silizium eine Alternative zu den herkömmlichen Zellen aus hochreinem Solar-Silizium werden. Die Verarbeitung von metallurgischem Silizium stelle die Hersteller entlang der Wertschöpfungskette jedoch vor eine Reihe technischer Herausforderungen, betont Day4 Energy in einer Pressemitteilung. Die von dem Unternehmen entwickelte Technologie würde den spezifischen Anforderungen von Solarzellen auf der Basis von metallurgischem Silizium gerecht und eröffne Potenziale zu einer deutlichen Kostensenkung der Solarstromproduktion, betont Day4 Energy in einer Pressemitteilung.

Verschattungsschutz auf der gesamten Moduloberfläche
Das Unternehmen nutzt im eigenen Haus entwickelte Elektroden und Bypass-Dioden, um einen Verschattungsschutz direkt in der Solarzelle zu ermöglichen; bei herkömmlichen Solarzellen erfolgt dies auf der Rückseite des Solarmoduls. Mit der Technologie von Day4 Energy könne der Verschattungsschutz auf die gesamte Moduloberfläche ausgedehnt werden, was die Empfindlichkeit hinsichtlich wechselnder Sonneneinstrahlung und insbesondere bei teilweiser Verschattung reduziere. Das Verfahren, das auf alle Modultypen anzuwenden sei, ist laut Day4 Energy speziell für Solarzellen aus metallurgischem Silizium von Interesse, da es den zentralen Herausforderung an solche Zellen begegne: der im Verglich zu klassischen Silizium-Solarzellen höheren Empfindlichkeit und möglichen Schäden am Modul bei Teilverschattung.

Metallurgisches Silizium als Chance zur Kostensenkung
“Es ist bekannt, dass UMG-Silizium-Solarzellen im Vergleich zur herkömmlichen Zellen einen wesentlich niedrigeren Parallelwiderstand haben und damit verbunden eine entsprechend niedrigere Durchschlagspannung. Deshalb kann nur eine begrenzte Zahl von Zellen im Modul in Reihe verschaltet werden, um Schäden bei einer teilweisen Verschattung des Moduls zu vermeiden”, sagt Professor Leonid Rubin, Technikvorstand bei Day4 Energy. “Unsere kostengünstige Bypass-Diodentechnologie löst dieses Problem und beseitigt die Zweifel am Einsatz dieses vielversprechenden Materials”, fügt Rubin hinzu.
Metallurgisches Silizium als Rohstoff für Solar-Wafer wird in der Photovoltaik-Branche zunehmend als Chance zur Kostensenkung gewertet. Nachdem einige Unternehmen deutliche Fortschritte bei der Reinigung des Materials gemacht haben, ist metallurgisches Silizium auf dem Weg in die Photovoltaik-Produktion. Gleichzeitig seien Verbesserungen der Technologie erforderlich, um die langfristige Funktionstüchtigkeit der Module mit UMG-Siliziumzellen zu gewährleisten, betont Day4 Energy. Mit der als Patent angemeldeten Technologie des Unternehmens werde der Weg frei gemacht für eine Produktion im industriellen Maßstab.

19.08.2008 | Quelle: Day4 Energy Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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