DUH verleiht “Deutschen Klimaschutzpreis 2008” an die Unternehmensgruppe juwi

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Für ihr umfassendes und zukunftsweisendes Engagement ehrt die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) die juwi-Gruppe mit Sitz im rheinland-pfälzischen Wörrstadt mit dem “Deutschen Klimaschutzpreis 2008”. Das 1996 als juwi-Windenergie GmbH gegründete und auch international tätige Unternehmen ist heute einer der führenden Projektentwickler von Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasanlagen. Die juwi-Gruppe beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als herausragend und außergewöhnlich bewertete die Preisjury der DUH besonders den im Juli 2008 eingeweihten neuen Bürokomplex für etwa 300 Mitarbeiter. Das in Holzbauweise errichtete und von der österreichischen GriffnerHaus AG realisierte Bürogebäude setzt modernste Klimaschutz- und Energieeffizienz-Konzepte konsequent um.

Klimaschutz aus einem Guss
DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake betonte in seinem Grußwort, die juwi-Gruppe sei Teil der Erfolgsgeschichte, welche die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland in den vergangenen Jahren insgesamt geschrieben habe. Für die Auszeichnung qualifiziert habe sich das Unternehmen deshalb nicht allein wegen der projektierten Klima schonenden Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien. Da gebe es inzwischen erfreulich viele Erfolgsstorys im deutschen Markt. Entscheidend sei vielmehr gewesen, dass juwi “mit der Konzeption und Errichtung des Bürokomplexes in Wörrstadt einen ganzheitlichen Klimaschutzansatz verfolgt, der für die Glaubwürdigkeit des eigenen Unternehmens, aber auch für die junge Boombranche insgesamt von großer Bedeutung ist.” Baake erinnerte daran, dass viele der erfolgreichen Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien vor Jahren von “idealistischen Tüftlern und Ingenieuren” gegründet worden seien. “Wir brauchen Unternehmen wie juwi, die sich auch im ökonomischen Erfolg ihrer ökologischen Wurzeln erinnern”, sagte der DUH-Geschäftsführer. Dies sei wichtig, damit die überwältigende Unterstützung, welche die erneuerbaren Energien in der Bevölkerung derzeit genießen, auch in Zukunft erhalten bleibe. Die Tatsache, dass in Deutschland eine große Mehrheit Energie aus Sonne, Wind und Wasser als Teil der Lösung der globalen Klima- und Rohstoffkrise sehe, Kohle und Uran aber als Teil des Problems sei die eigentliche Triebfeder für einen erfolgreichen Umbau unseres Energiesystems, erklärte Baake.

Für eine 100-prozentige Versorgung mit regenerativen Energieträgern
“Wir sind begeistert und überglücklich. Den Deutschen Klimaschutzpreis 2008 nehmen wir als großen Ansporn, auf unserem Weg zu einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien konsequent voranzugehen”, freuten sich die beiden juwi-Vorstände und Gründer, Matthias Willenbacher und Fred Jung. Der Preis zeige, welch enorm hohen Stellenwert Energieeffizienz und erneuerbare Energien bereits hätten – und auch haben müssten. “Zum Klimaschutz und zur Sicherung der Energieversorgung der Menschheit müssen wir mit der Energie, die uns zur Verfügung steht, wesentlich besser haushalten als bisher. Je mehr Energie wir sparen, desto schneller erreichen wir eine 100-prozentige Versorgung mit regenerativen und damit sauberen Energieträgern”, so Willenbacher. Mit der neuen Unternehmenszentrale in Wörrstadt, die das derzeit energieeffizienteste Bürogebäude der Welt sei, habe juwi gezeigt, was bei gutem Willen heute bereits möglich sei. Nun komme es darauf an, dass solche Konzepte Standard werden. Der Klimaschutzpreis sei ein wichtiges Signal auf diesem Weg, ergänzte Jung.

PIK-Forscher Prof. Rahmstorf: “Klimaschutz wird immer mehr zu einem Wettlauf mit der Zeit”

Der “Deutsche Klimaschutzpreis” ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum zweiten Mal vergeben. Zur Premiere im vergangenen Jahr war die Leipzigerin Ulla Gahn für Konzept und die Umsetzung ihrer Ökostrom-Wechselpartys ausgezeichnet worden. Gahn hält in diesem Jahr die Laudatio auf ihre Nachfolger. In seinem Festvortrag erklärt Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dass sich das Klima zum Teil deutlich rascher verändere als noch vor Jahren von der Wissenschaft erwartet. Rahmstorf: “Klimaschutz wird immer mehr zu einem Wettlauf mit der Zeit.”
Weitere Informationen zum juwi-Firmensitz in Wörrstadt unter http://www.solarserver.de/news/news-9079.html

15.09.2008 | Quelle: Deutsche Umwelthilfe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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