Photovoltaik: Gründung der österreichischen Technologieplattform soll Solarstrom-Technologie in Schwung bringen

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Die am 10. September 2008 gegründete österreichische Technologieplattform für Photovoltaik (PV) ist als innovationsförderndes Forschungsumfeld für Industrie und Wissenschaft zur Stärkung der heimischen PV-Wirtschaft konzipiert. Das BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) und arsenal research (Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum) gründeten die Photovoltaik-Plattform im Rahmen der 6. Österreichischen Fachtagung. „Mit Hilfe dieser Plattform soll ein Netzwerk geschaffen werden, das durch intensive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Forschung notwendige Impulse bringt. Dabei werden Forschungsbereiche definiert, die die heimische PV-Industrie heute und in Zukunft effizient unterstützen“, betont Hubert Fechner, Geschäftsfeldleiter erneuerbare Energietechnologien bei arsenal research.
Ebenso wichtige Themen seien Änderungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen und der Ausbau von Forschungskapazitäten. Durch das Netzwerk will die österreichische Photovoltaik-Industrie die Chancen nutzen, die in der solaren Zukunftstechnologie liegen.

Photovoltaik-Plattform soll Österreich den Anschluss an die internationale Entwicklung sichern
Gründungsmitglieder der PV-Technologieplattform sind die Unternehmen: arsenal research, Blue Chip Energy, Bramac, energetica, ertex solar, Fronius, Isovolta, Kioto Clear Energy, Plansee, Solon Hilber und Ulbrich of Austria. „Eine Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie muss eine langfristig orientierte Strategie mit Kontinuität und ausreichenden finanziellen Mitteln sein. Nur so lassen sich Kompetenzen aufbauen, die Innovationen im PV-Bereich ermöglichen“, sagt der Schweizer Stefan Nowak, Mitglied des Lenkungskomitees der Europäischen PV-Technologieplattform und Vorsitzender des PV-Programms bei der internationalen Energieagentur (IEA). „Die PV-Technologieplattform ist die wichtigste Voraussetzung um Österreich den Anschluss an der internationalen Entwicklung zu sichern“, so Hans Kronberger, Präsident des Verbandes Photovoltaic Austria.

Österreichische Unternehmen international erfolgreich platziert
Die österreichische Wirtschaft verfüge über das nötige Potenzial im globalen Wachstumsmarkt eine bedeutende Produktionskapazität aufzubauen und ein wichtiges Exportland zu werden, heißt es in der Pressemitteilung. Trotz bisher ungünstiger Bedingungen im Inlandsmarkt habe sich eine kleine Industrielandschaft mit derzeit etwa 1.500 Arbeitsplätzen herausgebildet. Einige Unternehmen hätten sich bereits international erfolgreich platziert: „Dazu gehören Isovolta (Weltmarktführer Isolierfolien), Fronius (Wechselrichter), Solon Hilber (nachgeführte PV-Tracker) sowie Blue Chip als Modulhersteller. Allein die Firmen Isovolta und Fronius sichern mittlerweile jeweils über 500 Arbeitsplätze in dieser Sparte. Neue Spieler kommen dazu, hier sind der börsenorientierte Konzern AT&S sowie Plansee zu nennen“, erklärt Christoph Panhuber, Leiter der Sparte Solarelektronik bei Fronius International. Weitere Unternehmen bereiteten sich auf einen Einstieg in die Solartechnik vor.

Schwerpunkte: Photovoltaik-Gebäudeintegration und Netzintegration
In den vergangenen Jahren rief die Europäische Kommission viele Technologieplattformen ins Leben. Einerseits sollen sie die Stimme der Wirtschaft sein, die eine Weiterentwicklung voran treibt, andererseits die EU-Kommission bei ihren strategischen Entscheidungen unterstützen. Auf nationaler Ebene soll dieser Prozess nun intensiviert werden. Die österreichische PV-Wirtschaft ist derzeit vorrangig an zwei Technologie-Nischen interessiert: Integration der Photovoltaik in Gebäude und das Verhalten photovoltaischer Systeme im Stromnetz, insbesondere im Rahmen von Szenarien einer künftigen starken Verbreitung. Im zweiten Bereich habe Österreich schon ein international beachtetes Know-how auf industrieller und wissenschaftlicher Seite aufbauen können. Auch bei der gestalterischen Gebäudeintegration von Photovoltaik könne Österreich seine Architekturtradition mit moderner Technologie verbinden. Weitere Technologiefelder eröffnen sich für Solarzellenhersteller: die ersten Betriebe Österreichs haben bereits mit Ihrer Produktion begonnen.

15.09.2008 | Quelle: arsenal research | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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