Deutsche Delegation informiert sich in Nevada über Geothermie

NULL

Deutsche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft trafen sich am 7. und 8. Oktober in Reno (US-Bundesstaat Nevada) mit amerikanischen Kollegen, um sich über Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien auszutauschen. Vorträge, Seminare und Sitzungen dienten dem Dialog zwischen Wissenschaftlern, Industrie und Unternehmen. Die 28 Personen umfassende Delegation wurde geleitet von Frank Kupfer, dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. Die Delegation war vor allem interessiert an Geothermie-Technologien und der Handhabung von Siedlungsabfall. Der Besuch der deutschen Experten wurde koordiniert von der Nevada Comission on Economic Development (NCED).

Nevada will Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien werden
Am 8.1. besuchte die Delagation das in Reno ansässige Geothermie-Unternehmen Ormat Technologies Inc., das unter anderem eine 90-MW-Anlage im Washoe County südlich von Reno betreibt. Ormat betreibt in den USA acht Geothermie-Kraftwerke sowie zwei weitere in Guatemala, eines in Nicaragua und eines in Kenia. Die Regierung und die Industrie Nevadas verfolgen bereits seit längerem die Absicht, Nevada zum “US-amerikanischen Zentrum der Erneuerbarkeit”zu machen, heißt es in der Pressemitteilung der NCED. Der im Westen der USA gelegene Bundesstaat biete hierfür mit rund 270 wolkenlosen Tagen im Jahr und reichlich Land, das sich für Windparks eignet, die geeigneten Voraussetzungen. Vier neue Geothermie-Anlagen bei Ely befänden sich im Bau und die erste Windfarm des Landes soll im Jahre 2010 an das Netz gehen. 3,9 Prozent des Stromverbrauchs in Nevada werden bereits aus erneuerbaren Energien gedeckt.

11.10.2008 | Quelle: NCED | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen