WACKER baut Produktionskapazität für Solar-Silizium weiter aus

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Die Wacker Chemie AG will am Standort Nünchritz (Sachsen) eine neue Produktionsanlage für Polysilizium mit einer Nennkapazität von 10.000 Jahrestonnen errichten. Diese Entscheidung gab der Münchner Chemiekonzern am 17.10.2008 bekannt. Mit dieser Erweiterung trage WACKER unter anderem dem weltweit weiter steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilizium Rechnung. WACKER rechnet beim Polysiliziumbedarf der Solar-Industrie (Photovoltaik) in den kommenden Jahren auch künftig mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten. Erstes Polysilizium aus der jetzt beschlossenen, so genannten “Ausbaustufe 9” soll im 1. Quartal 2011 zur Verfügung stehen. Die volle Kapazität der neuen Anlage werde voraussichtlich Ende 2011 erreicht. Der Konzern hat nach eigenen Angaben für diese Ausbaumaßnahme Investitionen von rund 760 Millionen Euro vorgesehen. Durch die Anlage werden voraussichtlich etwa 450 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Weiterhin starkes Wachstum der kristallinen Solartechnik erwartet
Darüber hinaus hat das Unternehmen beschlossen, die Nennkapazität der bereits im Bau befindlichen Ausbaustufe 8 am Standort Burghausen von 7.000 Jahrestonnen auf 10.000 Jahrestonnen zu erhöhen. WACKER investiere hierfür rund 100 Millionen Euro, heißt es in der Pressemitteilung. Zusammen mit den laufenden Ausbaumaßnahmen steigere WACKER damit seine Jahreskapazität von derzeit 10.000 Tonnen Polysilizium bis Ende 2011 auf insgesamt 35.500 Tonnen. “Wir rechnen auch weiterhin mit einem starken Wachstum der kristallinen Solartechnik und einer anhaltend hohen Nachfrage unserer Kunden nach Polysilizium”, sagte Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG. “Wir sind derzeit der weltweit zweitgrößte Hersteller von Polysilizium und wollen durch den verstärkten Ausbau unserer Kapazitäten unsere Marktposition weiter festigen und ausbauen. Nünchritz hat sich für die neue Ausbaustufe 9 aufgrund der dort bereits vorhandenen hoch entwickelten Infrastruktur und der integrierten Produktionskreisläufe als der betriebswirtschaftlich und technisch beste Standort erwiesen”, betont Staudigl. Geschlossene Stoffkreisläufe durch die perfekte Einbindung der neuen Anlage in die bestehende Produktion am Standort seien nicht nur besonders ressourcenschonend, sondern auch eine Schlüsselvoraussetzung, um die Herstellkosten für Polysilizium so niedrig wie nur möglich zu halten, erläuterte der Konzernchef.

Solarsilizium aus Burghausen und Nünchritz
Seit mehr als 50 Jahren produziert WACKER hochreines polykristallines Silizium für die Halbleiterindustrie. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Solarsilizium hat WACKER POLYSILICON seine Produktion Schritt für Schritt ausgebaut und beliefert seit dem Jahr 2000 verstärkt auch die Photovoltaik-Industrie. Nünchritz ist nach Burghausen der zweite WACKER-Produktionsstandort, der künftig Solarsilizium herstellt. Sachsen ist eines der weltweiten Zentren der Solarindustrie.

21.10.2008 | Quelle: Wacker Chemie AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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