Interfloat Corporation startete Solarglas-Produktion in Tschernitz

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Bereits seit dem 1. September 2008 produziert die Interfloat Corporation aus Mauren in Liechtenstein in Brandenburg Flachglas für die Solar-Industrie, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Abnehmer des Spezialglases seien Hersteller von Solarmodulen und thermischen Solar-Kollektoren auf der ganzen Welt. In den vergangenen zwölf Monaten hat die neu gegründete Glasmanufaktur Brandenburg GmbH im Auftrag der Interfloat Corporation das ehemalige Fernsehglasproduktionswerk der Samsung Corning Deutschland in eine hochmoderne Produktionsstätte für Solarglas umgebaut. Die Interfloat Corporation investierte nach eigenen Angaben insgesamt 50 Millionen Euro in das einstige Glasteilewerk für Fernsehbildschirme.
Täglich werden laut Interfloat rund 300 Tonnen Solarglas produziert – an 365 Tagen im Jahr. Bis zum Jahr 2010 sollen sowohl die Produktionskapazität als auch die Anzahl der Arbeitsplätze durch Schaffung einer zweiten Produktionslinie verdoppelt werden.

Neuer Industriestandort für Brandenburg
Hohe Transmissionswerte sowie gute mechanische und chemische Eigenschaften kennzeichnen die besondere Qualität der Solargläser aus der GMB-Solarglas-Familie, betont der Hersteller. “Die Entwicklung der Solarindustrie in Brandenburg schreitet rapide voran und bietet uns als Investoren ein optimales Umfeld. Unser Ziel ist es, durch moderne Veredelungstechniken neue Produkte für den Markt zu entwickeln und unseren Kunden ein verlässlicher Partner in der Solarglas-Branche zu sein”, betont Ulrich Frei, Geschäftsführer der Interfloat Corporation. Mit der Glasmanufaktur Brandenburg hat die Interfloat Corporation dem Land einen wichtigen industriellen Produktionsstandort zurück gegeben. Nachdem Samsung Corning Deutschland die Produktion von Glasteilen für Röhrenfernsehgeräte wegen zunehmender Konkurrenz durch LCD- und Plasmabildschirme im Juli 2007 eingestellt hatte, wurde mit Interfloat Corporation ein Investor gefunden, der den ehemaligen Beschäftigten eine neue Perspektive bieten konnte. Brandenburgs Wirtschaftsminister Junghanns begrüßt den Produktionsstart in Tschernitz und lobt den Einsatz der Interfloat Corporation: “Die Investoren haben ihr Versprechen gehalten und setzen damit ein Signal für ganz Brandenburg: Neue Akzente in einer der derzeit innovativsten Branchen unserer Zeit lassen unser Land zu einem der wichtigsten Energiepartner der Solarglasproduktion werden – auf nationaler, aber auch auf internationaler Ebene”, unterstreicht Ulrich Junghanns das Engagement der Liechtensteiner.
Auch in Liechtenstein verfolgt man die Investition der Interfloat Corporation in Deutschland mit großem Interesse. “Liechtensteinische Betriebe sind in Deutschland für viele tausend Arbeitsplätze verantwortlich. Daher freut es uns, dass Interfloat Corporation hier in Brandenburg ihre Kenntnisse der Solartechnik an Ort und Stelle direkt umsetzen kann und damit unsere wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbaut und verstärkt”, so Prinz Stefan von Liechtenstein, Botschafter des Fürstentums Liechtenstein in Berlin.

Zwei drittel der gesamtdeutschen Solar-Industrie im Umkreis von 200 Kilometern
Derzeit arbeiten 164 Fachkräfte zur Glasherstellung in dem Tschernitzer Werk. “Endlich zieht in den Traditionsstandort in Tschernitz wieder neues Leben ein. Wir sind hoch erfreut, dass wir die Interfloat Corporation als zuverlässigen Investor gewinnen konnten”, erklärt Wilfried Lauterbach von der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die ZAB hatte die Interfloat Corporation als potenziellen Investor für das ehemalige Bildschirmwerk angesprochen. Die Region in der Niederlausitz bietet ideale Voraussetzungen für den Betrieb einer modernen Solarglas-Anlage: Traditionell eng mit der Glasherstellung verbunden, finden sich im Umkreis von 200 Kilometern zirka 2/3 der gesamtdeutschen Solar-Industrie. Die für die Solarglas-Herstellung notwendigen Rohstoffe können größtenteils in der Umgebung gewonnen werden und auch Fachkräfte sind in der Niederlausitz ansässig.

Eisenarmes Solarglas für die Photovoltaik-Branche
Um eine konstant gleich bleibende Qualität ihres Solarglases zu erreichen, setzt Interfloat Corporation auf innovative Fertigungsansätze – stets unter Beachtung ökologischer Kriterien, wie das Unternehmen betont. “Durch innovative Herstellungsverfahren können wir ein eisenarmes Solarglas mit hohen Transmissionseigenschaften, wie es in der Photovoltaik-Branche benötigt wird unter Berücksichtigung individueller Kundenwünsche produzieren. Gleichzeitig verursacht die duale Konzeption der Schmelzwannen einen besonders geringen CO2 – Ausstoß pro Tonne Glas, was uns von anderen Mitbewerbern der Branche deutlich unterscheidet”, erklärt Volker Henzel, Geschäftsführer der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH.

30.10.2008 | Quelle: Interfloat Corporation | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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