Masdar PV will mit weltbekannten Wissenschaftlern Kostenführer der Dünnschicht-Photovoltaik werden

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Die Masdar PV GmbH, ein hunderprozentiges Tochterunternehmen der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC; Abu Dhabi), kündigte am 26.11.2008 eine strategische Partnerschaft mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB, früher Hahn Meitner-Institut) an. In Zusammenarbeit mit dem HZB soll der Wirkungsgrad großflächiger Dünnschicht-Solarmodule wesentlich gesteigert werden, heißt es in der Pressemitteilung von Masdar PV. Die Forschungsallianz arbeitet im Rahmen des neu gegründeten Kompetenzzentrums für Dünnschicht-Photovoltaik in Berlin (PVcomB), einem Gemeinschaftsunternehmen des HZB und der Technischen Universität Berlin.
“Das versetzt Masdar PV in die Lage, die Kompetenz der beiden Photovoltaik-Forschungseinrichtungen von Weltrang zu nutzen”, betont Masdar PV. Ziel der Forschung ist, den Wirkungsgrad von Dünnschicht-Solarmodulen aus amorphem Silizium (a-Si) zu maximieren, die auf den weltgrößten Trägermaterialien basieren (Glas mit einer Fläche von jeweils 5.7 m2. Damit soll Solarstrom wettbewerbsfähig werden.

Professor Bernd Rech leitet das Forschungsprogramm
Bernd Rech, einer der weltweit führenden Dünnschicht-PV-Forscher, Photovoltaik-Professor an der TU Berlin und Abteilungsleiter am HZB wird das vierjährige Forschungsprogramm leiten. Rech hat eine Reihe von Patenten angemeldet und ist Autor bedeutender Veröffentlichungen zu amorphen und mikrokristallinen Solarzellen auf Siliziumbasis. Rainer Gegenwart, Geschäftsführer von Masdar PV, kommentiert: “Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir die kostengünstigste und innovativste Technologie nutzen. Die Zusammenarbeit mit PvcomB ist für uns ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, weil wir die weltweit herausragende Fähigkeit zur Steigerung des Wirkungsgrades und unsere Erfahrung mit der Dünnschicht-Produktion verbinden. Das wird uns entscheidende Kosten- und Technologievorteile gegenüber den Wettbewerbern bringen.”

Höhere Wirkungsgrade als bei herkömmlichen Silizium-Modulen angestrebt
Masdar will die Produktionskosten senken und gleichzeitig den Modulwirkungsgrad steigern, um eine noch kostengünstigere Alternative auf den Markt zu bringen. Außerdem sucht Masdar Wege, die Solarstromerträge bei höheren Umgebungstemperaturen zu verbessern. “Die Dünnschicht-Photovoltaik hat ein enormes Potenzial für höhere Wirkungsgrade, das wir gemeinsam mit unserem Partner Masdar PV ausschöpfen wollen”, sagt Dr. Rech. “Damit werden wir noch höhere Wirkungsgrade erzielen als dies bei herkömmlichen Silizium-Modulen der Fall ist”, kündigt Rech an.
Die Masdar PV GmbH ist ein hunderprozentiges Tochterunternehmen der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC), die im Rahmen der Masdar-Initiative rund 600 Millionen US-Dollar zur Gründung von zwei Produktionsstätten investieren will. Die erste Solar-Fabrik soll im dritten Quartal 2009 die Produktion in Erfurt (Deutschland) aufnehmen; ein zweites Werk in Abu Dhabi soll ab dem zweiten Quartal 2010 produzieren. Zusammen sollen die beiden Fabriken laut Masdar-Initiative eine jährliche Produktionskapazität von 210 Megawatt (MW) haben.

27.11.2008 | Quelle: Masdar PV GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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