Energieverbrauch 2008 gestiegen – Windenergie legt 5,5 % zu

NULL

Trotz hoher Preise ist der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2008 um über 2 Prozent gestiegen, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in einer Pressemitteilung. Vor allem Wärmeenergien sowie einige erneuerbare Energieträger verbuchten kräftige Zuwächse. Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Anteil am Primärenergieverbrauch leicht auf 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent). Der Beitrag der Wasserkraftwerke stagnierte auf Vorjahresniveau und der Beitrag der Windkraftanlagen stieg nach einem schwachen Ergebnis in den ersten neun Monaten insgesamt um 5,5 Prozent.
Nach ersten Berechnungen der AGEB stieg der Primärenergieverbrauch in Deutschland 2008 auf rund 480 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) (14 062 PJ). Das waren zwei Prozent oder 10 Mio. t SKE mehr als im Vorjahr. Zur höheren Nachfrage nach Wärmenergien trugen vor allem die im Vergleich zum Vorjahr kühleren Temperaturen bei.

Mineralölverbrauch um rund 5 Prozent gestiegen
Am stärksten profitierte der Ölverbrauch vom Anstieg des Energiebedarfs. Der Verbrauch an Mineralöl stieg um rund 5 Prozent auf knapp 166 Mio. t SKE. Der Anteil des Mineralöls am gesamten Energieverbrauch erhöhte sich um knapp 1 Prozent auf 34,6 Prozent. Diese Entwicklung ist laut AGEB insbesondere auf die stark gestiegene Nachfrage nach leichtem Heizöl zurückzuführen. Dem Nachfrageanstieg um 32 Prozent in diesem Jahr steht ein Rückgang von 34 Prozent im Vorjahr gegenüber. 2007 hatten viele Verbraucher beim leichten Heizöl eine starke Kaufzurückhaltung geübt. Diesel- und Flugkraftstoff verzeichneten wegen guter Verkehrskonjunktur 2008 einen Bedarfszuwachs von 3,2 sowie 1,6 Prozent. Die anderen Mineralölprodukte lagen dagegen überwiegend im Minus.

5,7 Prozent mehr Atomstrom
Der Erdgasverbrauch nahm im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Prozent auf 109,5 Mio. t SKE zu. Die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung im ersten Halbjahr steigerte die Nachfrage bei den privaten Haushalten. Der industrielle Erdgasverbrauch stagnierte vor dem Hintergrund der konjunkturellen Eintrübung. Dagegen erhöhte sich der Erdgaseinsatz zur Stromerzeugung um rund 8 Prozent. Der Verbrauch an Steinkohle fiel im Jahre 2008 um etwas mehr als 6 Prozent auf 63,3 Mio. t SKE zurück. Die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken erhöhte sich um 5,7 Prozent auf 55,3 Mio. t SKE.

02.01.2009 | Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen