USA: SEPA veröffentlicht Studie zur solaren Strombeschaffung von Energieversorgern

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Die amerikanische Solar Electric Power Association (SEPA) mit Hauptsitz in Washington, DC, hat einen Bericht zur Beschaffung von Energieversorgungsunternehmen veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel „Solar Electricity in the Utility Market“ ist der erste Teil einer Reihe von Forschungsberichten, die 2009 erscheinen sollen. Der Report, der die groß angelegte Solarstrom-Beschaffung durch Stromversorgungsunternehmen verbessern soll, bietet laut einer Pressemitteilung von SEPA neue Anregungen für künftige Projektvermittlungen.
2008 seien neue Photovoltaik-Projekte und solarthermische Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 5.000 Megawatt gemeldet worden und bedingt durch die Verlängerung des amerikanischen Steuerfreibetrags ITC (Investment Tax Credit) werde ein bedeutendes Wachstum des Marktes erwartet. Zusätzlich zur Verlängerung der Steuergutschrift ermögliche der überarbeitete ITC Stromversorgerunternehmen erstmals, die Gutschrift sowohl für bestehende Solarstromprojekte als auch für Investitionen zu nutzen. Dadurch könne vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen Rezession eine entscheidende Quelle zur Kapitalfinanzierung neuer Projekte geschaffen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Auswirkungen der Verlängerung des Bundessteuerfreibetrags, kombiniert mit der Ausweitung der weltweiten Herstellung von Solarstromprodukten, rapide sinkenden Kosten und Preiskurven sowie der bundesstaatlichen und staatlichen Umweltpolitik bilde eine Basis für solare Innovationen der Energieversorger in beispiellosem Ausmaß. Außerdem werde davon ausgegangen, dass sich der potenzielle Effekt des neuen Markstimulationsprogramms der Regierung mit seiner deutlichen Gewichtung auf erneuerbaren Energien tief greifend auswirken wird.

Verbesserungen der Projektplanung
„Die vergangenen Jahre waren geprägt von einer nie da gewesenen Zahl groß angelegter Solarenergie-Projekte“, erklärt Julia Hamm, Geschäftsführerin der SEPA. „Für die Entwicklung eines Solarenergievorhabens müssen vor allem zu Beginn viel Zeit und Ressourcen aufgewendet werden. Angebotsanfragen, Verhandlungen und Vertragsabschlüsse verlaufen im Hintergrund, sind aber entscheidend für den Gesamterfolg der zusätzlichen Solarstrom-Produktion. Der neue Bericht zielt auf Verbesserungen in diesen frühen Phasen der Projektplanung mittels der Identifizierung von gemeinsamen Erwartungen und Vereinbarungen der beiden Industriezweige ab.“

Neue Beschaffungswege für Solarstrom
Laut Pressemitteilung basiert der neue Forschungsbericht auf den Ergebnissen zweier Studien. Die eine habe sich mit herkömmlichen Methoden der Beschaffung von Solarstrom im großen Maßstab durch den Energieversorger-Markt befasst, während eine parallele Studie neue Methoden zur Solarstrom-Beschaffung erforscht habe. Der erste Teil des Berichts analysiere den traditionellen Prozess, was Standardausschreibungen von Energieversorgungsunternehmen einschließe, auf die Entwickler von Solarenergie-Projekten antworten. Die Antworten werden dann von den Mitarbeitern des Energieversorgungsunternehmens ausgewählt und vertraglich festgeschrieben. Der zweite Teil des Berichtes betrachtet neue Beschaffungswege, die von der Bündelung des Stromeinkaufs der Energieversorger bis hin zu interaktiven Auktionen reichen, bei denen der Preis dynamischer ausgehandelt wird als bei einer einzelnen Ausschreibung.

Innovative Ansätze für Energieversorgungsunternehmen
Mike Taylor, SEPA-Direktor für Forschung und Bildung, erklärt: „Einige dieser neuen Ansätze sind getestet worden und der Bericht beschreibt genau die Erfolge und Nachteile. Andere Praktiken, die geprüft worden sind, könnten in der Solarstrom-Beschaffung angewendet werden, aber vielleicht nicht von einem Energieversorger beziehungsweise nicht bei der Projektentwicklung von Anlagen zur Energiegewinnung. Der Bericht bietet neue Ansätze für Energieversorger, die gewillt sind, über der Tellerrand zu schauen, wenn sie sich mit diesen interessanten und sich rapide entwickelnden Unternehmen und Technologien befassen.“ Die jährliche Serie von Forschungsreporten ist laut Pressemitteilung eines von vielen Bildungsprogrammen der SEPA, das Stromversorgern, Solar-Unternehmen und andere Interessengruppen anspricht, um die Solarenergie als ernst zu nehmenden Wirtschaftszweig merklich voranzutreiben, während Solarenergie in der sich wandelnden Energielandschaft gleichzeitig immer besser zu nutzen und profitabler werde.
Der komplette 117-seitige Bericht ist Internet verfügbar unter:
www.solarelectricpower.org.

19.01.2009 | Quelle: Solar Electric Power Association (SEPA) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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