Stanford startet 100-Millionen-Dollar-Initiative zur Energie-Forschung

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Die kalifornische Stanford University richtet mit einem Budget von 100 Millionen Dollar ein Forschungsinstitut ein, das sich mit der Energieversorgung befassen soll, kündigte der Präsident der Universität, John Hennessy, im Rahmen einer Veranstaltung zur Bekanntgabe des Projekts an. Laut Pressemitteilung ermöglicht der 100-Millionen-Dollar-Fonds die Einrichtung eines neuen Fachbereichs und die Unterstützung von Studierenden im Aufbaustudium. Der Fonds ergänze die mehr als 30 Millionen Dollar, die derzeit jährlich für die Energieforschung in Stanford ausgegeben würden. Das neue „Precourt Institute for Energy“ werde die wissenschaftliche Fachkenntnis des Campus und der ganzen Welt beanspruchen. Von den Materialwissenschaftlern, die mit effizienteren Solarzellen der Sonne mehr Strom abgewinnen wollen über nationale Bestrebungen, nachhaltige Energien zu fördern, bis zur weltweiten Suche nach Wegen, den Kohlenstoffdioxid-Anteil in der Erdatmosphäre zu verringern, werde das neue Institut an vorderster Front wirken, heißt es in der Pressemitteilung.

Kosten der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom sowie für die Einspeisung in ein verbessertes Stromnetz senken
„Die größte erneuerbare Energiequelle ist die Sonne“, erklärt Dr. Lynn Orr, der zum obersten Direktor des Instituts ernannt worden ist, das als unabhängiges Labor arbeiten wird und dem Forschungsdekan Bericht erstatten muss. „Wir müssen aber die Kosten der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom sowie die Kosten der Einspeisung in ein verbessertes Stromnetz senken. Das neue Forschungszentrum wird es uns erlauben, unseren Beitrag zur Entwicklung von neuen nanostrukturierten Materialien für die Solarenergie und die Energiespeicherung erheblich auszuweiten. Wir können dadurch an Lösungen für die Masse sozialer, wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen arbeiten, die sich durch den nötigen Übergang zu Energiesystemen mit einem großen Anteil an erneuerbaren Energien ergeben“, so Orr.

Solarzellen aus dem Tintenstrahldrucker
Stanford-Professorin Jane Woodward, die auch Präsidentin der Privatfirma MAP ist, meinte bei einer Energie-Diskussion im Rahmen der Veranstaltung, dass das studentische Interesse an Kursen zum Thema Energie stark zugenommen habe. Sally Benson, Professorin vom „Global Climate & Energy Project“ der Stanford University erklärte, dass es keine Energie-Engpässe auf der Erde gebe: „Was wir brauchen, sind saubere Technologien, um die vorhandenen Ressourcen auszuschöpfen, wie etwa Solarzellen, die mit einem Tintenstrahldrucker hergestellt werden können“, so Benson.

Lösung des Energieproblems durch Forschung
„Universitäten wie Stanford müssen ihr ganzes Talent auf die größten Probleme konzentrieren, mit denen die Welt zu tun hat“, erläuterte Präsident John Hennessy vor der feierlichen Zeremonie zur Bekanntgabe der Institutsgründung. „Die Energieproblematik ist sicherlich eine der Herausforderungen, die eine Bedrohung für unsere Wirtschaft, für die nationale Sicherheit und – durch die Nutzung fossiler Rohstoffe – für unsere Umwelt darstellt. Deren Bewältigung erfordert Forschung für eine Vielzahl an Herausforderungen, wie Energieeffizienz, Entwicklung und Einsatz von erneuerbaren Energiequellen, um die Auswirkungen der Nutzung von fossilen Energiequellen zu reduzieren.“

25.01.2009 | Quelle: Stanford University | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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