Neue Solar-Dachbörse für Mittelhessen mit Tauglichkeitsprüfung für alle Projekte

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Der Verein Sonneninitiative e.V. hat zusammen mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und mit Unterstützung der E.ON Mitte eine neue Dachbörse in das Internet gestellt, die Dächer im Kreis zur Solarstrom-Produktion vermitteln soll. Jedes Dach werde einzeln vor Ort vom Verein auf Tauglichkeit geprüft, betonen die Initiatoren in einer Pressemitteilung.
Die Dachbörse ist Teil der Kampagne „RegioEnergie“ des Kreises. Mit dieser interaktiven Dachbörse, erläuterten Volker Klös und Christian Quast vom Verein, könnten Kontakte zwischen Investoren, die Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen suchten, und Dachbesitzern, die ihre Dachfläche vermieten wollen, geknüpft werden. „Dachbesitzer können sich in der Dachbörse via Internet eintragen und die Daten ihrer Dachfläche angeben“, beschreibt Klös die Vorgehensweise. Danach prüfe der Verein das Dach auf seine Eignung. Erst dann werde das Dach für die Investoren freigeschaltet. „Der Investor kann daraufhin Kontakt zum Besitzer des Daches aufnehmen und einen Mietvertrag aushandeln“, so Klös weiter.

Informationen und Mietverträge zum Herunterladen
Die Datenverwaltung und Administration übernimmt der Landkreis. Datenerfassung, Prüfung und Eingabe der Daten werden vom Verein Sonneninitiative gewährleistet, der selbst drei Dutzend große Photovoltaikanlagen in Bürgerhand betreibt, so genannte Bürgersonnenkraftwerke. Informationen rund um die Photovoltaik und eine Möglichkeit zum Herunterladen von Mietverträgen runden das Angebot für Freunde der solaren Energieerzeugung ab. Auch E.ON Mitte habe Informationen und Checklisten eingestellt, die bei der Planung einer Photovoltaikanlage unentbehrlich seien. Heißt es in der Pressemitteilung. In den ersten Wochen seit der Inbetriebnahme am 23. Januar erfreute sich die Dachbörse laut Betreibern großen Zuspruchs von kleineren und größeren Investoren, die hier nach passenden Dächern suchten. Besonders für Landwirte ergebe sich so die Chance, ihre Gebäudedächer zu vermieten, was eine kleine Zusatzeinnahme bedeute.

Landkreis stellt alle eigenen Dächer in die Dachbörse ein
Als Anfangsbestand der Dachbörse hat der Landkreis sämtliche kreiseigenen Dächer, die für eine solare Nutzung geeignet sind, 125 Stück, in die Dachbörse eingestellt. Alle diese Flächen, überwiegend auf Verwaltungs- und Schulgebäuden, sind bereits vom Verein positiv geprüft worden und werden vom Landkreis für Investoren von Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt. Landrat Robert Fischbach ist davon überzeugt, dass durch die Dachbörse weitere Flächen im Landkreis Marburg-Biedenkopf gefunden werden könnten, um Solarstrom zu produzieren. „Zudem hoffen wir, dass sich jetzt noch mehr Menschen mit diesem Thema beschäftigen“, sagte Fischbach. „Der Verein freut sich sehr über den enormen Zubau von Solarstromanlagen in den vergangenen Jahren in Marburg-Biedenkopf. Jetzt kann wirklich jeder mit machen und auch ohne eigenes Dach ökologischer Energieproduzent werden“, freut sich Klös.

Bürgersonnenkraftwerke als unkomplizierte Alternative
Menschen, denen eine eigene Anlage zu viel Arbeit bedeute, könnten sich auch an einem Bürgersonnenkraftwerk beteiligen. Hierbei übernehme der Verein die gesamte Abwicklung und Wartung, so dass der Besitzer sich um nichts kümmern müsse. Quast ergänzte: „Besonders gefällt mir an der Kampagne RegioEnergie und der Dachbörse, dass durch eine solches Angebot Kontakte geschaffen werden und sich Menschen finden. Alle mit dem selben Ziel: gemeinsam regional erneuerbare Energie zu erzeugen, für eine sichere und lebenswerte Zukunft.
Die Dachbörse ist im Internet zugänglich unter http://www.regio-energie.org

10.02.2009 | Quelle: Sonneninitiative e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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