Fraunhofer-Zentrum für Silizium-Photovoltaik als „Erfolgsgeschichte“ und „Ausgewählter Ort der Ideen“ ausgezeichnet

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Mit dem im Aufbau befindlichen Fraunhofer-Zentrum für Silizium-Photovoltaik CSP, einem weltweit einmaligen Kristallisations- und Materialanalysezentrum für den Photovoltaik-Werkstoff Silizium, ist am 15.02.2009 eine weitere Einrichtung als „Erfolgsgeschichte – Made in Sachsen-Anhalt“ ausgezeichnet worden. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff enthüllte ein 480 x 480 cm großes Banner an der Außenfassade eines Institutsgebäudes am Standort Halle/Saale. Der Text „2:1 für Solar Valley.“ verweist darauf, dass im Fraunhofer CSP zwei Institute ihre Kompetenzen für die Photovoltaik bündeln: Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle und Freiburg und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. Gleichzeitig wurde das Fraunhofer CSP im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2009“ prämiert.
„Deutschland – Land der Ideen“ ist eine Initiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Sie zeichnet mit diesem Projekt 365 Orte aus, die für Innovation und Ideenreichtum stehen.

Im Osten geht auch technologisch die Sonne auf
„Das Fraunhofer CSP wird nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 der zentrale Forschungsdienstleister für Solar-Unternehmen in Mitteldeutschland. Aber bereits jetzt ist das Forschungszentrum eine Erfolgsgeschichte – Made in Sachsen-Anhalt, weil es die Attraktivität unseres Landes für Neuansiedlungen innerhalb dieser Zukunftsbranche deutlich steigert“, betonte Haseloff. „Das CSP trägt dazu bei, dass im Osten auch technologisch die Sonne aufgeht.“ Nur durch gemeinsame anwendungsorientierte Forschungsprojekte könne der Innovationsvorsprung der heimischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb auf lange Sicht gehalten werden.
„Das Fraunhofer CSP stellt sich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer großen Herausforderung in der Photovoltaikbranche: Wir wollen daran mitarbeiten, dass die alternative Energie zu gleichen Preisen wie konventioneller Strom angeboten wird. Dass wir für unsere Innovationsfreude heute doppelt ausgezeichnet werden, freut uns sehr“, sagte Prof. Gerhard Willeke zur Eröffnung der Auszeichnungsveranstaltung.

Forschungsleistungen für Solarunternehmen Vernetzung mit der Industrie
Das Fraunhofer-Center CSP wird von Professor Gerhard Willeke und Dr. Jörg Bagdahn gemeinsam geführt. Schwerpunkte der Arbeiten sind die Siliziumkristallisation, die Herstellung dünner Siliziumwafer, Beschichtungstechnologien, Modulfertigungstechnologien sowie die chemische, mechanische, elektrische und optische Analyse von Materialien der Photovoltaik. Das Fraunhofer CSP wird Forschungsleistungen für die regionalen Solarunternehmen anbieten und frühzeitig die Vernetzung mit der Industrie und den weiteren Forschungseinrichtungen der Region herstellen. Der Aufbau des CSP an den Standorten Halle und Schkopau wird mit 60 Millionen Euro von EU, Land und Fraunhofer Gesellschaft gefördert.

Länder und Wirtschaft fördern Solar-Forschung
Erst im vergangenen Herbst wurde die Initiative „Solar Valley Mitteldeutschland“ als eines von fünf Spitzenclustern in Deutschland ausgezeichnet. Damit verbunden sind Forschungsgelder in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Hinzu kommen 10 Millionen Euro vom Land Sachsen-Anhalt, 10 Millionen Euro vom Land Thüringen und 20 Millionen Euro vom Land Sachsen. Die Wirtschaft wird weitere 40 Millionen Euro kofinanzieren. 29 Solarunternehmen sowie 14 Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt – darunter das Fraunhofer-Center CSP in Halle – haben sich zum „Solar Valley Mitteldeutschland“ zusammengeschlossen, um ihre Potentiale zu bündeln.

17.02.2009 | Quelle: IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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