Applied Materials bringt neue Drahtsäge für die Solarzellen-Produktion auf den Markt

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Der US-Anlagenbauer Applied Materials, Inc. (Santa Clara, Kalifornien), Hersteller von Fertigungsanlagen für die Photovoltaik-Industrie, brachte am 16.03.2009 die neue Drahtsäge „HCT MaxEdge“ zum Schneiden von Solar-Wafern auf den Markt. Nach Angaben des Unternehmens kann dieses neue System dazu beitragen, die Produktionskosten für Solarzellen aus kristallinem Silizium (c-Si) um bis zu 0,18 US-Cent (0,14 EUR) pro Watt zu senken, wenn von einem Polysiliziumpreis von 55 US-Dollar (42 EUR) pro Kilogramm ausgegangen werde. Laut Pressemitteilung ermöglicht das „MaxEdge“-System mit seiner neuen Doppeldraht-Managementtechnologie und erweiterter Ingot-Kapazität einen höheren Produktionsausstoß als vergleichbare Modelle auf dem Markt. Gleichzeitig sei für den gleichen Megawatt-Output viel weniger Standfläche und weniger Personal erforderlich.
Das neue System soll Solarzellen-Produzenten ermöglichen, dünnere Wafer herzustellen und somit die Siliziummenge pro Wafer zu reduzieren. Dies bedeute letztlich niedrigere Kosten pro installiertem Watt Photovoltaik-Leistung, heißt es in der Pressemitteilung. Das „MaxEdge“-System produziere dünne Wafer ohne Kompromisse hinsichtlich des Produktionsoutputs, weil größere Ingots (Siliziumstangen) verwendet werden könnten, die mit dünneren Drähten bei höheren Schnittgeschwindigkeiten verarbeitet werden.

Billigere Wafer für wettbewerbsfähigen Solarstrom
Das im „MaxEdge“ integrierte Doppeldraht-Managementsystem arbeitet laut Hersteller mit vier unabhängig gesteuerten Direktantrieben und einer fortschrittlichen Prozesskontrolle zur Verringerung der Drahtspannung, wodurch sowohl der Drahtabrieb, der Silizium-Ausschuss und ungeplante Maschinenstillstände minimiert würden. „Mit dem ‚MaxEdge‘-System konnten wir den Wafer-Output erhöhen und die Betriebskosten unserer führenden ‚HCT B5‘-Systeme senken, und so die beste Drahtsäge auf dem Markt noch weiter optimieren“, sagte Stefan Schneeberger, Vizepräsident und Geschäftsführer des Unternehmensbereichs „Precision Wafering Systems“- bei Applied Materials. „Weil die Wafer die teuerste Komponente von Photovoltaikmodulen auf Basis von kristallinem Siliziums sind, ist es besonders wichtig, die Produktionskosten für die Waferherstellung zu senken, um die Solarenergie gegenüber herkömmlich produziertem Strom wettbewerbsfähig zu machen“.

18.03.2009 | Quelle: Applied Materials, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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