Fassadenbauer Gartner eröffnet eine der größten deutschen Photovoltaik-Dachanlagen

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Im bayerischen Gundelfingen wurde am 24.04.2009 eine der größten deutschen Photovoltaik-Dachanlagen eröffnet. Errichtet wurde die Anlage auf den Flach- und Sheddächern der Josef Gartner GmbH. Auf einer Fläche in der Größe von drei Fußballfeldern werden bei Fassadenbauer Gartner insgesamt rund 2.200 Megawattstunden Solarstrom erzeugt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Über 500 Einfamilienhäuser können so pro Jahr versorgt werden. „Für Gundelfingen und den Klimaschutz sind das sonnige Aussichten. Denn so werden jährlich über 1.600 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart“, erklärte der bekannte Fernsehjournalist und Buchautor Dr. Franz Alt bei der Eröffnung des 2. Bauabschnitts. Im Januar letzten Jahres wurde der erste Bauabschnitt mit einer Modulfläche von 10.000 Quadratmetern und einer Leistung von rund 1.050 Kilowatt (kWp) abgeschlossen.
Im Unterschied zu den Dünnschichtmodulen der ersten Anlage enthält die neu eröffnete Anlage 5.516 polykristalline Module auf einer Fläche von 8.275 Quadratmetern. Die Besonderheit des 2. Bauabschnitts ist eine Unterkonstruktion aus Aluminiumprofilen, um die Dachlasten zu reduzieren. Mit dieser Konstruktion konnten die Sheddächer der Produktionshallen bei Gartner gleichzeitig saniert werden. Die neue Anlage erzeugt laut Pressemitteilung 1.111 Megawattstunden Solarstrom, mit denen etwa 325 Einfamilienhäuser jährlich versorgt werden können.

Für die Solarstromanlage hat Fassadenbauer Gartner Dächer der Produktionshallen an die Firma Walter Konzept in Ellwangen vermietet. Walter Konzept hat auch die Planung und Projektierung übernommen und den Investor vermittelt. Ecostream Germany hat die Anlage als Generalunternehmer gebaut. Angeschlossen ist sie an die Netzgesellschaft Ostwürttemberg in Ellwangen. Die neue Anlage wurde innerhalb von vier Monaten errichtet und kostete laut Gartner rund 4,7 Millionen Euro.

Solarzellen in einer Glasüberdachung in San Francisco und im Novartis-Gebäude in Basel
„Als einer der weltweit führenden Fassadenbauer beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit dem Einsatz erneuerbarer Energien und entwickeln neue Lösungen für umweltbewusstes und energiesparendes Bauen. Photovoltaik setzen wir vor allem im Dachbereich ein. Die Solarzellen unserer Glasüberdachung der California Academy of Sciences in San Francisco, einem der größten Naturgeschichtsmuseen der Welt, erzeugen so 213.000 kWh Energie. Auch in die Gläser der 1.500 Quadratmeter großen Dachflächen des von Frank Gehry entworfenen neuen Novartis-Gebäudes in Basel, das in diesem Jahr eröffnet wird, sind Photovoltaik-Module integriert. Zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft erproben wir gerade in Duisburg mehrere Fassadeninnovationen, die erneuerbare Energien aus der Nachtauskühlung und der Geothermie gewinnen. Als umweltbewusster Fassadenbauer wollen wir erneuerbare Energien natürlich auch in unserem Hauptwerk in Gundelfingen nutzen, wo rund 650 Mitarbeiter beschäftigt sind. Deshalb haben wir unsere Flachdächer vermietet und in ein Solarkraftwerk verwandelt. So erhalten wir zusätzliche Einnahmen und fördern gleichzeitig den Klimaschutz“, erklärte Klaus Lother, Geschäftsführer der Josef Gartner GmbH.

3. Bauabschnitt mit weiteren 9.105 Quadratmetern geplant
Noch in diesem Jahr soll der 3. Bauabschnitt der Photovoltaik-Anlage beginnen. Für diese Anlage sollen Dünnschicht-Module mit einer Fläche von 9.105 Quadratmetern montiert werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten wären auf den Flachdächern von Gartner Photovoltaik-Module mit einer Gesamtfläche von knapp 30.000 Quadratmetern montiert.

05.05.2009 | Quelle: Josef Gartner GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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