Sputnik und Sunflow weihen Photovoltaik Megawattanlage auf 20 ehemaligen NATO-Bunkern ein

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Mit einer Gesamtleistung von einem Megawatt zählt die Solarstromanlage auf dem ehemaligen Munitionsdepot Markt Taschendorf zu den größten Photovoltaik-Kraftwerken in Franken. 27 Wechselrichter des Schweizer Herstellers Sputnik Engineering AG wandeln den Strom der 5.700 Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom um. Die Solarmodule erzeugen jährlich rund eine Million Kilowattstunden Solarstrom, was für 400 Haushalte reicht. Am 16. Mai haben der Systemanbieter Sunflow und der Wechselrichterhersteller Sputnik Engineering das Vorzeigeobjekt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach der feierlichen Eröffnungsrede präsentierte Sunflow sein neu entwickeltes Nachführsystem, das den Ertrag von Solarstromanlagen laut Hersteller um bis zu 30 Prozent steigert. „Wir haben dieses System zusammen mit der Hochschule Amberg-Weiden speziell für Industriedächer entwickelt“, erklärte Sunflow-Geschäftsführer Stephan Riß. Bei diesen Dächern muss man verschiedene statische und konstruktive Besonderheiten berücksichtigen: Weil die Dächer sehr leicht sind, vertragen sie keine großen Belastungen. Außerdem darf das Sonnensegel nicht zu groß sein, damit es vom Wind nicht beschädigt werden kann. „Wir haben ein leichtes, aber stabiles System gebaut“, so Riß. Eine Testanlage soll noch in diesem Monat an der Hochschule Amberg-Weiden in Betrieb gehen.

Stränge aus drei verschiedenen Modultypen mit SolarMax-Wechselrichtern verschaltet
In der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die Chancen und Nutzen von regenerativen Energien in strukturschwachen Regionen. Pierre Kraus, Vertriebsingenieur bei Sputniks deutscher Tochterfirma Sputnik Engineering GmbH, hielt einen Vortrag mit dem Thema „SolarMax – die flexiblen Wechselrichter“. „Die SolarMax-Wechselrichter haben einen sehr breiten Eingangsspannungsbereich“, sagte Kraus. „Daher konnten wir bei der Solaranlage in Markt Taschendorf problemlos Stränge aus drei verschiedenen Modultypen mit den Wechselrichtern verschalten. Weil die SolarMax-Wechselrichter zudem in einem großen Temperaturbereich arbeiten und das Gehäuse über die Schutzart IP54 verfügt, musste Sunflow keine Löcher in die Bunkerdächer bohren, um die Geräte zu verkabeln, sondern konnte die Wechselrichter an einem geeigneten Außenbereich platzieren.“ Als weitere Vorteile nannte Kraus das geringe Gewicht der transformatorlosen Geräte und die hohe Verfügbarkeit. „Der Zentralwechselrichter SolarMax 35S zählt zu den ersten echt dreiphasigen transformatorlosen Geräten auf dem Markt. Weil dreiphasige Wechselrichter weniger Energie zwischenspeichern müssen, konnten wir auf Elektrolytkondensatoren verzichten. Bei der neuen SolarMax-S-Serie setzen wir ausschließlich Folienkondensatoren ein. Sie erhöhen die Lebensdauer, weil sie im Unterschied zu Kondensatoren, die mit flüssigen Elektrolyten arbeiten, nicht austrocknen.“

15.05.2009 | Quelle: Sputnik Engineeing AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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