Photovoltaik-Unternehmen Malibu startet Produktion von Dünnschicht-Modulen in Sachsen-Anhalt

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Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg und Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff haben im Gewerbegebiet Sülzetal/Osterweddingen (Landkreis Börde) den offiziellen Startschuss für die Photovoltaik-Produktionsanlage der Malibu GmbH & Co. KG zum Bau von neuartigen Solar-Dünnschichtmodulen gegeben. Die Malibu GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die E.ON AG und die Schüco International KG je zur Hälfte beteiligt sind.
Neben den beiden Ministern begrüßten Dr. Wulf H. Bernotat, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, Dirk U. Hindrichs, Geschäftsführender, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, Konrad Kaiser, Geschäftsführer der Malibu GmbH & Co. KG sowie Leiter der Schüco Solar Sparte, und Dr. Frank Mastiaux, CEO E.ON Climate & Renewables, zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Rund 150 neue Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt und in Bielefeld
Mit der Investition in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro sind rund 120 neue Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt geschaffen worden. Am Forschungs- und Entwicklungsstandort in Bielefeld entstanden zusätzlich 30 neue Stellen. Die in Osterweddingen vom Weltmarktführer Applied Materials installierte Dünnschicht-Produktionsanlage ermöglicht die Herstellung von PV-Modulen auf besonders großen Glasplatten mit einer Größe von bis zu 5,7 m2 (2,20 x 2,60 m), wodurch sich die Produktionskosten für Solarmodule senken und die Produktionseffizienz erheblich steigern lassen. Die Jahreskapazität der Anlage beträgt 40 Megawatt (MW).

Solar-Standort Sachsen-Anhalt gestärkt
Haseloff sagte in seinem Grußwort zur Eröffnung der Betriebsstätte: „Sachsen-Anhalt hat sich zu einer der führenden Regionen in der Photovoltaikbranche entwickelt. Derzeit kommt ein Zehntel der weltweit hergestellten Solarzellen aus unserem Bundesland. Hier gibt es das Know-how. Durch die Inbetriebnahme der Solarmodul-Produktion der Malibu GmbH wird der Solarstandort Sachsen-Anhalt weiter gestärkt und der derzeitige Wettbewerbsvorteil erhalten.“

Gebäudeintegrierte Photovoltaik soll fester Bestandteil der Fassade werden
Im Joint Venture „Malibu“ werden die Kompetenzen des Energieversorgers E.ON und der Schüco International KG, die sich als europäischer Marktführer seit 1951 mit energieeffizienter Glasfassadentechnik befasst gebündelt. „Der Start von Malibu ist ein echter Meilenstein für Schüco und eine bedeutende Erweiterung des Bereichs Solar. Zu der bisherigen Fertigung von Solarkollektoren kommt nun die hochmoderne Produktion und stetige Weiterentwicklung von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen hinzu. Wir kommen hiermit unserem Ziel, die gebäudeintegrierte Photovoltaik zu einem festen Bestandteil der Fassade zu machen, immer näher“, erläutert Dirk U. Hindrichs das Engagement von Schüco.

5,7 m2 große Module mit einer Leistung von bis zu 460 Watt
In den Dünnschichtzellen wird amorphes Silizium eingesetzt, wodurch – im Gegensatz zu den bekannten mono- und polykristallinen Zellen – Schichtdicken von nur wenigen Mikrometern (µm) für die Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von derzeit rund 7 Prozent ausreichen. Dadurch können erhebliche Mengen teurer Rohstoffe eingespart werden. Gerade die 5,7 m2 großen Module mit einer Leistung von bis zu 460 Watt eignen sich hervorragend für den Einsatz als Fassadenelemente und verbessern damit die bereits heute starke Position von Schüco als Marktführer im Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Aber auch in Großanlagen kommen derartige Module immer mehr zum Einsatz, wie der jetzt abgeschlossene erste Bauabschnitt für den ersten Solarpark von E.ON in Le Lauzet (Südfrankreich) zeigt. Die Solarenergie weltweit kann künftig in einer ganz neuen Größenordnung erschlossen werden.

05.06.2009 | Quelle: IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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