Gewinner des BMWi-Wettbewerbs zum energieoptimierten Bauen stehen fest

NULL

Insgesamt 59 Bauherren, Architekten oder Fachingenieure haben ihr Neubau- oder Sanierungskonzept für den mit 100.000 Euro dotierten Wettbewerb „Energieoptimiertes Bauen – Architektur mit Energie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eingereicht. Die zehn Gewinner werden auf der Website der Forschungsinitiative Energieoptimiertes Bauen (EnOB) präsentiert. Ob Hallenbad, Bildungszentrum oder Bergarbeiterhaus: Die Preisträger verdeutlichen die Bandbreite energieoptimierten Bauens. Hoher Komfort bei minimalem Energiebedarf, niedrige Baukosten und effiziente Technologie kombiniert mit herausragender Architektur, sind die Maßstäbe an denen die eingereichten Beiträge gemessen wurden.

Leuphana-Universität Lüneburg auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Campus
Das neue 14.000 m² große Zentralgebäude der Universität Lüneburg ist als ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Campus vorgesehen. „Die Energieversorgung auf der Basis eines biogasversorgten BHKWs bietet gute Voraussetzungen für den CO2 neutralen Betrieb des Gebäudes“, kommentiert die Jury eines der prämierten Projekte. Das Zentrum der technischen Energieeffizienz bildet die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unter Nutzung der Wärmeüberschüsse für die Gebäudekühlung aus der Absorptionskältetechnik, die Kältepufferspeicherung im Sprinklertank, die Bedarfsdeckung anderer Gebäude auf dem Campus und für die Wärmespeicherung im Erdreich, mit der die saisonalen Bedarfsschwankungen ausgeglichen werden sollen.

Büro und Produktion energetisch vereint
In einem einfachen, kompakten Baukörper mit zwei Geschossen sind sowohl die Produktion als auch Schulung und Verwaltung der Candor Bioscience GmbH in Wangen (Allgäu) vereint. Das Projekt will zeigen, wie im Gewerbebau mit modularen Bausystemen flexibel auf Veränderungen reagiert werden kann. Der hochwertige Dämmstandard, eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie eine Wärme- und Kälteversorgung über Grundwasser und Wärmepumpe sollen in Verbindung mit einer Solarstromanlage eine ausgeglichene Energiebilanz bringen.

Hallenbad punktet mit Passivhausstandard
Der Schwimmbad-Neubau in Bamberg will sich durch seine energiesparende Passivhaus-Bauweise bundesweit von allen öffentlichen Hallenbädern abheben. Dies wird durch den hohen Standard der Gebäudehülle sowie hoch effiziente und primärenergetisch vorteilhafte Haustechnik erreicht. Es sei gelungen, den Passivhausstandard erfolgreich auf den Bautyp eines Freizeitbades zu übertragen, lobt die Jury.

Vom Maschinenhaus zum Bürogebäude
Die KWS Saat AG möchte an ihrem Hauptstandort in Einbeck ein bestehendes Maschinen- und Speichergebäude als Bürogebäude für den Bereich Forschung und Entwicklung umbauen. 120 Büroarbeitsplätze entstehen über vier Geschosse um ein zentrales Atrium gruppiert. Wärme und Kälte kommen über ein externes Biogas-Blockheizkraftwerk sowie aus der betrieblichen Abwärme und werden mit Bauteiltemperierung im Gebäude verteilt. Das Raumklimakonzept wird durch eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung komplettiert.
Weitere Informationen zu allen zehn Gewinnern: http://www.enob.info/de/bmwi-wettbewerb-energieoptimiertes-bauen-2009/

07.06.2009 | Quelle: BINE Informationsdienst; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen