Underwriters Laboratories wollen Anfang 2010 ein Photovoltaik-Labor in Deutschland eröffnen

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Underwriters Laboratories (UL), ein der weltweit aktives Unternehmen für Produktsicherheitstests und Zertifizierungen mit Stammsitz in den USA und deutschen Niederlassungen in Neu-Isenburg und München, gab anlässlich der Intersolar 2009 in München Pläne bekannt, seine Marktposition als bevorzugter Partner der Hersteller in der Solar-Industrie weiter auszubauen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Zertifizierungen von Solarmodulen werde UL sowohl die Kapazität bestehender Photovoltaik-Labore erweitern als auch neue Labore in den weltweiten Schlüsselmärkten der Solarindustrie eröffnen. UL will 2010 neue Einrichtungen in Deutschland und Japan eröffnen. “Deutschland und Japan sind in Bezug auf Herstellung, Forschung und Innovation im Photovoltaik-Bereich führend”, erläutert Jeff Smidt, General Manager von ULs Global Energy Business.

Besonders deutsche Hersteller sollen von der Nähe zu einem der neuen PV-Labore profitieren
“Deshalb ist es ein ganz natürlicher Schritt für UL, dass wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, erneuerbare Energien zu fördern und unseren Kunden, unabhängig von ihrem Standort Leistungen anzubieten, die sie benötigen, um erfolgreich in dieser schnell wachsenden Branche sein zu können. Besonders deutsche Hersteller profitieren dabei von der unmittelbaren Nähe zu einem der neuen PV-Labore von UL sowie von der Möglichkeit, bereits in der frühen Produktentwicklungsphase Vorab-Untersuchungen und Prüfungen erhalten zu können.”

USA, Kanada, Japan und China sorgen für Tempo auf den Solar-Märkten
Für deutsche Unternehmen eröffnen die USA mit dem dort erwarteten Solar-Boom ein Markt mit Riesenpotenzial. Analysten von PiperJaffreys erwarten, dass sich der US-amerikanische Solarmarkt in diesem Jahr auf 600 bis 700 Megawatt (MW) verdoppeln könnte und 2010 mit 1,5 bis 2 Gigawatt (GW) die Größe des deutschen Photovoltaik-Marktes erreicht. Der deutsche Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) registriert, dass die führenden Industrienationen USA, Kanada, Japan und China beim Aufbau eigener Solarmärkte ihr Tempo anziehen. Damit ergeben sich neue Absatzchancen für die deutsche Solarindustrie, gleichzeitig wird sich der Technologie-Wettbewerb weiter verschärfen. Das heißt nach Ansicht von UL, dass der Bedarf an Qualitätsmanagement und Sicherheit für die Hersteller von Komponenten und Modulen und damit auch die Nachfrage nach Prüfung und Zertifizierung zunehmen werden. Der Anteil der Photovoltaik am deutschen Stromverbrauch lag 2008 bei etwa einem Prozent, für 2050 erwartet der BSW-Solar, dass er bei rund 25 Prozent liegen wird.

Neben dem Aufbau neuer Kapazitäten hat UL soeben sein Labor in San Jose auf 20 Klimakammern aufgestockt. Ab Juli 2009 können zusätzliche Solar-Simulations-Geräte für Indoor-Prüfungen in Betrieb gehen. Zu diesem Zeitpunkt wird das Labor um weitere 2.000 Quadratmeter Platz für zusätzliche Teststände bieten. Im Vergleich zum Juli 2008 wird dann die Projekt-Kapazität Jahr für Jahr um 30 % steigen können. Außerdem will UL in allen relevanten Photovoltaik-Märkten seine Ingenieurskapazitäten erhöhen, indem es zum Beispiel in Asien Partnerschaften eingeht.

Zertifizierung nach US-Vorgaben und internationalen Standards
UL ist nach eigenen Angaben derzeit der einzige National Certification Body (NCB) für die Zertifizierung und Prüfung von PV-Modulen, der diese in Übereinstimmung sowohl mit den UL- als auch mit den internationalen Standards (IEC) durchführen kann, ohne auf Partner angewiesen zu sein. Dies nütze insbesondere deutschen Herstellern noch schneller Zugang zum Weltmarkt zu finden.

12.06.2009 | Quelle: Underwriters Laboratories (UL) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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