AGEB: Kräftiger Einbruch beim Energieverbrauch im ersten Halbjahr, Erneuerbare legen zu

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Der Energiebedarf in Deutschland war in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) in einer Pressemitteilung. Laut AGEB verminderte sich der Verbrauch an Primärenergien im ersten Halbjahr um 6 Prozent auf 6 525 Petajoule (PJ; 222,7 Mio. t SKE). Von der Entwicklung waren – abgesehen von der durch Sonderfaktoren geprägten Entwicklung beim Mineralöl – alle Energieträger betroffen. Der kräftige Verbrauchsrückgang spiegle vornehmlich die Konjunkturentwicklung wider, so die AGEB.
Massive Produktionsrückgänge in den energieintensiven Wirtschaftsbranchen führten zumindest vorübergehend zu einer nahezu parallelen Entwicklung zwischen Energieverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung; langfristig wird sich jedoch der Trend zur Entkopplung von Energieverbrauch und wirtschaftlicher Entwicklung nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen fortsetzen.

Zuwächse bei der Biomasse und der Solarenergie
Die kühlere Witterung in den ersten Monaten des laufenden Jahres sorgte für leichte Zuwächse bei den Heizenergien, konnte den negativen Gesamttrend aber nicht maßgeblich beeinflussen. Auch die erneuerbaren Energien leisteten im ersten Halbjahr einen geringeren Beitrag zur Energiebilanz, so die AGEB. Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen sei witterungsbedingt um über 17 Prozent im zurückgegangen, die Wasserkraft verminderte ihren Beitrag um rund 9 Prozent. Diesen Rückgängen standen jedoch Zuwächse bei der Biomasse und der Solarenergie gegenüber.

06.08.2009 | Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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