Australische Photovoltaik-Forscher melden neuen Weltrekord: Solarzellen wandeln 43 % des Sonnenlichts in Strom um

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Forscher der Universität von New South Wales (Australien; UNSW) haben eine Schlüsselrolle gespielt bei der Entwicklung von Solarzellen mit einem Rekordwirkungsgrad von 43 %, berichtet die UNSW in einer Pressemitteilung. Das UNSW-Team von Professor Martin Green, Direktor des Photovoltaik- Exzellenzzentrums ARC an der UNSW, habe gemeinsam mit zwei US-Forschergruppen Stapel-Solarzellen entwickelt, die einen neuen Maßstab für die Umwandlung von Sonnenlicht in Solarstrom setzen, betont die UNSW.
“Weil das Sonnenlicht sich aus vielen Wellenlängen zusammensetzt – von hoch energetischen Ultraviolett bis hin zum Infrarot – kann eine Kombination von Solarzellen aus unterschiedlichen Materialien höhere Wirkungsgrade erreichen als einzelne Zellen”, erläutert Professor Green.

Solarzellen-Kombination mit 34 % Wirkungsgrad
Professor Green und seine Kollegin Dr. Anita Ho-Baillie leiteten das Team, das eine Silizium-Solarzelle entwickelte, die das Licht im roten und infraroten Spektrum besonders effizient umwandelt. Mit dieser Solarzelle sei ein Wirkungsgrad von bis zu 46 % erreicht worden, betont die UNSW. Kombiniert mit vier weiteren Zellen, die jeweils für unterschiedliche Bereiche des Sonnenlicht-Spektrums optimiert wurden, konnten 43 % der Solarstrahlung in Strom umgewandelt werden, was einer Steigerung des bisherigen Weltrekords um 0,3 % entspreche, berichten die australischen Forscher.

25 % Wirkungsgrad mit einzelner Zelle bereits 2008 erzielt
“Unsere Silizium-Solarzelle trug wesentlich zu dem neuen Spitzenwirkungsgrad bei”, betont Professor Green. Professor Stuart Wenham, Direktor des ARC, erläuterte, dass der neue Weltrekord nicht direkt vergleichbar sei mit den 25 % Wirkungsgrad, die eine einzelne Solarzelle der UNSW im vergangenen Jahr erreicht habe. Dennoch gebe der neue Rekord wichtige Hinweise auf das Potenzial der Photovoltaik. “Dieser aktuelle Rekord wurde mit Stapelzellen möglich und das Sonnenlicht wurde viel stärker auf die Zellen konzentriert, als dies bei herkömmlichen Messungen der Fall ist. Doch er zeigt, was möglich ist”, fasst Professor Wenham zusammen.

26.08.2009 | Quelle: UNSW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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