Chinesischer Photovoltaik-Produzent Baoding Tianwei startet Massenfertigung von Dünnschicht-Solarmodulen mit Technologie von Oerlikon Solar

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Während China die Nutzung der Solarenergie vorantreibt, um seinem steigenden Energiebedarf gerecht zu werden und die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen zu reduzieren, geben Tianwei und Oerlikon Solar die Fertigstellung einer der größten Produktionsstätten für Dünnschicht-Solarmodule in China bekannt. Mit der Anlage, die vor dem geplanten Termin fertig gestellt worden sei, sollen in der Startphase des Tianwei-Projekts 500.000 Module pro Jahr produziert werden, die eine Nennleistung von insgesamt 46 Megawatt haben, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Oerlikon Solar ist mit zehn produzierenden Fabriken ein führender Anbieter im Segment Dünnschicht-Solaranlagenproduktion und erreicht nach eigenen Angaben die kürzeste Produktionseinführungszeit. Die Dünnschicht-Solartechnologie bietet gegenüber herkömmlichem Silizium einen Kostenvorteil und ermöglicht erhebliche Effizienzsteigerungen. In der Anfangsphase nutzt Tianwei Oerlikon Solars “Amorph High Performance”-Technologie. “Oerlikon Solar stellte die Anlage vor dem geplanten Termin fertig und übertraf sich an Effizienz”, erklärte Ma Wenxue, General Manager von Tianwei Solarfilms Co. Ltd. “Es war unglaublich mit anzusehen, wie sich bei der Errichtung dieser hochmodernen Herstellungsanlage ein leerer Raum innerhalb von nur sechs Monaten in eine vollständige Produktionsstädte verwandelte”, so Ma Wenxue weiter.

Chinesisches Finanzministerium subventioniert Solarstrom-Anlagen mit und ohne Netzanbindung
Ein schnellstmöglicher Produktionsstart sei für Tianwei von wesentlicher Bedeutung, um dem Bedarf des stark expandierenden Solarmarktes in China gerecht werden zu können, heißt es in der Pressemitteilung. Im Rahmen des am 21. Juli 2009 angekündigten Programms “Golden Sun” will das chinesische Finanzministerium die Baukosten für Solarstrom-Anlagen mit Netzanbindung zur Hälfte durch Subventionen unterstützen. Darüber hinaus sollen Anlagen ohne Netzanbindung bis zu 70 % staatlich gefördert und gegebenenfalls anfallende Übertragungskosten abgedeckt werden.

Von 50 auf 500 Megawatt in drei Jahren
Vor diesem Hintergrund rechneten Analysten damit, dass China innerhalb von drei Jahren eine installierte Photovoltaik-Leistung von 500 Megawatt (MW) erreichen könnte, heißt es in der Pressemitteilung. Im Jahr 2008 seien lediglich 50 Megawatt installiert worden. “Um neue Produktionsstätten und -anlagen termin- und kostengerecht in Betrieb nehmen zu können, hat Oerlikon Solar seine Methodik weiterentwickelt, getestet und perfektioniert”, erläutert Jeannine Sargent, Vorstand von Oerlikon Solar. “Dies ist entscheidend, um auf dem Weg zur Netzparität eine Spitzenposition einzunehmen und der herkömmlichen fossilen Energieversorgung eine saubere erneuerbare Solarenergie entgegenzustellen”, so Sargent weiter.
Oerlikon Solar bietet nach eigenen Angaben die erste Dünnschicht-Silizium-Technologie, die vom TÜV Rheinland die IEC-Zertifizierung für die Technologien “Amorph Basic”, “Amorph High Performance” und “Micromorph” erhalten hat. Eine Zertifizierung reduziere Verwaltungsformalitäten, garantiere Langlebigkeit und Leistung. Im Kontext verschärfter Kreditkonditionen mache eine Zertifizierung die Projekte der Kunden von Oerlikon Solar darüber hinaus berechenbarer und bankfähiger. Die Tianwei-Produktionslinie werde die TÜV-Zertifizierung voraussichtlich im September 2009 erhalten.

27.08.2009 | Quelle: Baoding Tianwei SolarFilms Co. Ltd.; Oerlikon Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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