Tauber-Solar: Jetzt brennen auch BP-Module der 4er-Serie

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“Nachdem wir in den letzten Tagen und Wochen auf insgesamt drei Photovoltaik-Dachanlagen Brände und Hot Spots bei BP-Modulen der 2er-, 5er- und 7er-Serie feststellen mussten, erreichte uns gestern die Meldung, dass es auf einer weiteren Anlage gebrannt hat”, berichtet der Photovoltaik-Projektentwickler Tauber-Solar in einer Pressemitteilung. Betroffen seien BP-Module der 4er-Serie.
“Neben den immer wieder auftretenden Hot Spots brannten in diesem Fall gleich zwölf Anschlussdosen. Dabei entstanden so hohe Temperaturen, dass die Modulverglasung weggeschmolzen ist, die Anschlussleitungen ausgeglüht sind und sich die abgeschmolzenen Anschlussdosen auf dem Blechdach wieder fanden. Beigefügte Beispielbilder vermitteln einen Eindruck von dem Brand der BP-Module und den davon ausgehenden Gefährdungen. Selbst bei der sofortigen Demontage der mangelhaften BP-Module entstanden noch mehrfach Lichtbögen”, heißt es in der Pressemitteilung.

Bekanntes Problem?
“Dieses Schadensereignis erinnert in fataler Weise an die Vorfälle im Jahre 2006, als auf der Photovoltaik-Dachanlage in Bürstadt Anschlussdosen bei den BP-Modulen der 5er-Serie brannten und in der Folge einen Rückruf dieser BP-Module durch BP selbst auslöste”, stellt Tauber-Solar fest. Der von BP angekündigte kostenlose Austausch dieser Module sei bis heute nicht abgeschlossen. “Sollte sich nach der bereits initiierten Untersuchung durch einen Sachverständigen zeigen, dass es sich bei dem aktuellen Brand der Anschlussdosen bei den BP-Modulen der 4er-Serie um das von den Bränden der Anschlussdosen bei den Modulen der 5er-Serie her bekannte Problem handelt, stellt sich die Frage, weshalb BP diese Module im Interesse der Vermeidung von Gefahren für Leib und Leben Dritter nicht längst aus dem Verkehr gezogen hat. Bis auf weiteres gehen wir nicht davon aus, dass BP die nach unserer Überzeugung aus den fehlerhaften Anschlussdosen resultierende Sach- und Personengefahr bereits zum damaligen Zeitpunkt kannte, aus eigennützigen wirtschaftlichen Gründen jedoch ignorierte und es somit auf die Realisierung der Brandgefahr ankommen ließ”, heißt es weiter in der Pressemitteilung von Tauber-Solar. Angesichts der bislang geschilderten Schadensereignisse und deren Behandlung seien jedoch Zweifel angebracht.
“Es bleibt abzuwarten, ob und ggf. wie sich BP dieses neuerlichen Schadensereignisses annehmen wird. Tröstlich sei jedoch, so der für die Technik zuständige Geschäftsführer der Tauber-Solar-Gruppe, Thomas Schmiedel, dass von den Bränden und Schäden auf den Photovoltaik-Dachanlagen ausschließlich Module von BP betroffen seien und die auf vergleichbaren Dächern installierten und unter gleichen Bedingungen arbeitenden Module anderer Hersteller reibungslos funktionierten.

27.08.2009 | Quelle: Tauber-Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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