EU PVSEC: Manz Automation AG zieht positives Resümee nach erfolgreichem Messeauftritt

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Die Manz Automation AG (Reutlingen), einer der weltweit führenden Technologieanbieter für die Photovoltaik- und LCD-Industrie, hat auf der “24th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition” in Hamburg wichtige Neuaufträge gewonnen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Gesellschaft akquirierte nach eigenen Angaben bei der wichtigsten Photovoltaik-Branchenmesse Aufträge und Absichtserklärungen im Volumen von mehr als 5 Millionen Euro, die überwiegend im kommenden Geschäftsjahr umsatz- und ertragswirksam werden sollen. Auf der Messe zeigte sich die Solar-Branche von ihrer dynamischen Seite und verbreitete erste positive Impulse nach einem schwachen ersten Halbjahr 2009.
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Roth & Rau AG präsentierte sich die Manz Automation auf einem der größten Stände der Ausstellung. Mit der Vorstellung der High-Tech-Maschinen in Aktion lockte die Gesellschaft eine Vielzahl interessierter und kundiger Besucher. Besonders die neuen Anlagen und Systemlösungen untermauerten den Innovationsvorsprung der Gesellschaft im direkten Wettbewerbsvergleich.

Wesentliche Steigerungen des Wirkungsgrades möglich
Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender der Manz Automation AG, zieht ein positives Resümee: “Wir sind nach wie vor weltweit führender Technologieanbieter für die Photovoltaik-Industrie, dies hat die Hamburger Messe erneut gezeigt. Unsere Stellung als Innovationstreiber der Branche haben wir mit der Vorstellung von jeweils drei neuen Produkten im Dünnschicht- und kristallinen Bereich erneut unter Beweis gestellt.” Insbesondere hebt Manz die Vorteile der Anlagen aus Sicht der Solar-Hersteller hervor: “Durch Einsatz unserer Maschinen sind bei beiden Technologien wesentliche Steigerungen des Wirkungsgrades realisierbar. Gerade im aktuellen Umfeld sind modernste – und damit kosteneffiziente – Produktionslinien deshalb ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil.” Im Mittelpunkt standen dabei Neuerungen, die gleichzeitig den Wirkungsgrad von Solarzellen steigern und Betriebskosten für die Solarzellen-Hersteller senken können. Mit der hochmodernen Anlage zum PSG-Ätzen für kristalline Solarzellen (cSi), bei der die Prozesstechnik in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer ISE entwickelt wurde, würden die Bruchraten der Wafer in der Anlage nochmals deutlich reduziert. Zudem sei die Anlage so konzipiert, dass im Vergleich zum Wettbewerb deutlich weniger Chemikalien erforderlich sind. Dadurch sänken die laufenden Kosten für den Betrieb der Anlage. Mit der neuen Maschine seien bereits Durchsatzraten von über 3.000 Wafern pro Stunde möglich.

Laserprozess zur Erzeugung von selektiven Emittern demonstriert
Ein besonderes Highlight präsentierte die Manz Automation mit dem Laser Multi Tool (cSi), das ebenfalls in der kristallinen Photovoltaik Anwendung findet. Diese Labormaschine macht es möglich, verschiedene Laserprozesse für Hocheffizienzzellen schnell und zuverlässig zu evaluieren und dadurch die Entwicklung neuer Zellprozesse zu beschleunigen. Auf der Messe wurde mit der Anlage “live” ein Laserprozess zur Erzeugung von selektiven Emittern demonstriert. Durch diesen Vorgang kann eine Verbesserung des Wirkungsgrads von Solarzellen um 0,5 Prozentpunkte erreicht werden, betont Manz. Viele Kunden hätten großes Interesse an diesem Prozess gezeigt, der auch nachträglich in bestehende Photovoltaik-Produktionslinien integriert werden kann. Somit könne die Rentabilität von älteren Linien deutlich erhöht werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Neuerungen für die Laserstrukturierung von Dünnschicht-Solarzellen
In Dünnschicht-Photovoltaik (tfs) zeigte der Reutlinger Maschinenbauer vor allem Neuerungen für die Laserstrukturierung. Mit einem innovativen Reglungssystem werde eine deutlich höhere Präzision im Prozess ermöglicht, womit eine Steigerung der Effizienz der Solarmodule erreicht werde. Manz verfüge derzeit als einziger Anbieter über diese Lösung und sei daher zuversichtlich, in Zukunft seine führende Marktstellung bei Laserstrukturierungsanlagen weiter ausbauen zu können.
Mit einer weiteren Premiere, der Systemlösung zum Laserschneiden von Glassubstraten, ist der Gesellschaft ein wesentlicher Fortschritt gelungen. Neben höchster Genauigkeit, Steigerung der Prozessgeschwindigkeit und geringsten Bruchraten seien die lasergeschnittenen Substrate deutlich stabiler als ihre nach mechanischen Verfahren gefertigten Pendants. Grund hierfür sei die Vermeidung von Mikrorissen an den Schnittkanten. Die erhöhte Stabilität trage wesentlich dazu bei, die Ausfallraten durch Bruch bei installierten Solarmodulen zu verringern.
Zudem stellte Manz eine neue Anlage für die TCO-Texturierung (tfs) vor. Dabei werden die Glassubstrate mittels Ätzung aufgeraut und so die Oberfläche des späteren Solarmoduls vergrößert. Im Ergebnis steigt der Wirkungsgrad. Bei der Entwicklung dieser Anlage profitierte Manz erneut vom Know-how und Synergien aus dem LCD-Bereich. Mit diesen technischen Meilensteinen unterstreiche die Gesellschaft ihre Technologieführerschaft bei Produktionsanlagen für Dünnschicht-Solarmodule, heißt es in der Pressemitteilung.

Neuer Auftrag der Malibu GmbH & Co. KG
Ein weiterer Trend, der an Dynamik gewinne, sei der Nischenmarkt für gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV). Manz könne auch hier mit Systemlösungen für die Dünnschicht-Photovoltaik die Anforderungen der Hersteller erfüllen. Mit der Malibu GmbH & Co. KG habe die Manz Automation einen Neukunden aus diesem Segment gewonnen. Hinter dieser Gesellschaft steht ein Gemeinschaftsunternehmen von E.ON und Schüco. Zudem habe ein weiterer wichtiger Kunde im Bereich der Beschichtungstechnologie eine Anlage für die Automation zur Beladung von Dünnschichtsubstraten bestellt.
“Upgrades” sollen Solar-Herstellern Freiraum verschaffen
Darüber hinaus seien kundenseitig besonders Lösungen gefragt, die bestehende Anlagen für die nächsten Monate kostengünstig wettbewerbsfähig machen. Manz stelle sich so auf die aktuellen Marktanforderungen ein und biete seinen Kunden die Möglichkeit, einzelne Maschinen innerhalb einer Produktionslinie auszutauschen bzw. zu erweitern. Dadurch können die Produktionskosten gesenkt und die Effizienz der produzierten Solarzellen und -module gesteigert werden. Diese “Upgrades” liegen laut Manz in einem Kostenrahmen von 1,5 bis 3,0 Millionen Euro und verschafften den Solar-Herstellern für eine Übergangsphase den notwendigen Freiraum.
Auch künftig will die Gesellschaft den eingeschlagenen Kurs nach Aussage von Dieter Manz fortführen. Im laufenden Jahr seien daher die Forschungsaktivitäten weiter gesteigert worden. “Wir haben uns intensiv auf die nächste Investitionswelle vorbereitet. Unsere Ingenieure haben bei der Entwicklung von hoch effizienten und hoch integrierten Maschinen neue Maßstäbe gesetzt”, erläutert der Vorstandsvorsitzende die erzielten Fortschritte. “Damit haben wir die technologische Basis für einen weiteren Ausbau unserer Marktposition geschaffen.”

29.09.2009 | Quelle: Manz Automation AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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