Sunovia meldet Photovoltaik-Weltrekord: Leerlaufspannung von CdTe-Dünnschichtsolarzellen um mehr als 45 % gesteigert

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Das US-Unternehmen Sunovia Energy Technologies Inc. (Sunovia; Sarasota, Florida) und sein Partner EPIR Technologies Inc. (EPIR; Chicago, Illinois) berichteten am 24.09.2009, dass sie Solarzellen mit einer und mit zwei Schichten auf der Grundlage von Cadmiumtellurid (CdTe) hergestellt haben, die den lange bestehenden Weltrekord hinsichtlich der Leerlaufspannung (UL, Voc) weit übertroffen haben. Die ein- bzw. zweischichtigen Solarzellen überträfen die höchsten je gemeldeten Leerlaufspannungen um mehr als 45 %, heißt es in der Pressemitteilung von Sunovia.
Die Partnerunternehmen sind davon überzeugt, dass der Fortschritt bei der Leerlaufspannung deshalb so bedeutungsvoll ist, weil die Strommenge, die von einer Solarzelle erzeugt wird, proportional zu der Leerlaufspannung ist. Wenn diese Spannung verdoppelt werde, bedeute dies unter sonst gleichen Bedingungen eine Verdopplung des Stromertrags, betonen die Unternehmen.

CdTe-Solarzellen sollen Wirkungsgrade von bis zu 35 % erreichen
Photovoltaik-Hersteller sollen laut Pressemitteilung nun dazu in der Lage sein, Solarzellen mit weit höheren Wirkungsgraden zur produzieren, als es mit herkömmlichen CdTe-Technologien möglich gewesen ist. Dr. Michael Carmody, Entwicklungsdirektor für Photovoltaik-Materialien bei EPIR Technologies kommentiert: “Dies sind die höchsten Leerlaufspannungen die je bei einer CdTe-basierten Solarzelle aufgezeichnet wurden. Es gibt in der Fachliteratur keinerlei Hinweis auf Daten, die unseren Messungen auch nur nahe kommen, und wir sind überzeugt, dass unsere Zweischicht-Zellen auch die ersten monolithischen Tandem-Solarzellen auf Basis von CdTe beziehungsweise anderer II-VI-Materialien sind”. Er fügte hinzu,
dass er für II-VI-Tandem-Solarzellen auf Siliziumbasis Wirkungsgrade von mehr als 35 % in Massenproduktion erwartet und sie sollen deutlich günstiger zu produzieren seien als III-V Solarzellen mit drei Schichten. Carmody geht davon aus, dass II-VI-Solarzellen mit drei Schichten auf Siliziumbasis sogar noch höhere Wirkungsgrade in der Produktion erreichen können, ohne deutlich teurer zu sein.

Einfach-CdTe Solarzellen sollen mehr als 95 % der theoretisch möglichen Leerlaufspannung erzielen
Die Leerlaufspannung ist laut Sunovia bislang das am schwierigsten zu verbessernde Leistungsmerkmal von CdTe-Solarzellen. Laut Pressemitteilung haben die neuen Solarzellen auf Basis von Cadmiumtellurid beziehungsweise II-VI-Materialien Leerlaufspannungen von 1,34 Volt (Voc) bzw. 1,75 Voc bei ein- bzw. doppelschichtigen. Der Wert von 1,34 V entspreche mehr als 95 % der theoretisch möglichen Spannung für die II-VI-Legierung, die von Sunovia und EPIR verwendet wurde. Im Vergleich dazu lägen die bisher höchsten Leerlaufspannungen für CdTe-Solarzellen bei 0,91 Voc, was etwa 75 % der theoretisch möglichen Leerlaufspannung bei CdTe entspreche. Die Partnerunternehmen sind davon überzeugt, dass sie mit ihren II-VI-Solarzellen und einer Leerlaufspannung nahe des theoretisch maximalen Werts für die verwendeten Materialien, die nächste Generation hoch effizienter CdTe-Solarzellen entwickelt haben, die bei der Erreichung der Netzparität von Solarstrom helfen können.

29.09.2009 | Quelle: Sunovia Energy Technologies, Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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